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Unsere Stromrechnung mit Photovoltaik und Speicher im Juni: Praxisbericht mit echten Zahlen

  • 17. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juni

Welche Stromkosten bleiben mit Photovoltaik und Speicher im Juni noch übrig? Ich zeige euch unsere echten Verbrauchsdaten aus dem Juni – mit E-Auto, Wärmepumpe und PV-Anlage mit Stromspeicher. Wie viel Autarkie haben wir erreicht und was hat uns der Strom wirklich gekostet?


Der Juni ist für PV-Anlagen einer der besten Monate: Lange Tage, hoher Sonnenstand, viel Ertrag. Bei uns hat die Anlage im Juni besonders viel produziert. Gleichzeitig war durch das E-Auto und die Wärmepumpe für Brauchwasser der Verbrauch nicht gering. Meine Erfahrung: Gerade in solchen Monaten zeigt sich, wie gut die Eigenverbrauchsoptimierung funktioniert.


Ich bin überzeugt: Der Praxisbericht ist wertvoller als jede theoretische Berechnung. Deshalb veröffentliche ich regelmäßig unsere echten Zahlen – damit du sehen kannst, was mit einer gut geplanten PV-Anlage wirklich möglich ist.


Das komplette Video ansehen:

Unsere Stromrechnung mit Photovoltaik und Speicher im Juni (Praxisbericht) – auf YouTube ansehen


Wie viel Strom haben wir im Juni produziert und verbraucht?

Unsere PV-Anlage hat im Juni rund 1.200 kWh produziert – das ist einer unserer ertragreichsten Monate. Der Gesamtstromverbrauch des Haushalts (inkl. Wärmepumpe und E-Auto-Ladung) lag bei etwa 900 kWh. Das bedeutet: Wir haben mehr produziert als verbraucht und rund 300 kWh ins Netz eingespeist.


Wie hoch war unsere Autarkie im Juni?

Im Juni haben wir eine Autarkiequote von rund 92 % erreicht – nur 8 % unseres Strombedarfs kam vom Netz, und das hauptsächlich nachts, wenn der Speicher bereits entladen war und das E-Auto lud. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für einen Sommermonat. Im Winter ist die Quote naturgeämäß deutlich niedriger.


Was hat uns der Strom im Juni netto gekostet?

Die Nettostromkosten im Juni: Wir haben rund 72 kWh Netzstrom bezogen (ca. 22 Euro bei 30 Cent/kWh). Gleichzeitig haben wir 300 kWh eingespeist und dafür rund 24 Euro Einspeisevergütung erhalten. Der Saldo: Wir haben im Juni faktisch 2 Euro verdient, statt Strom zu bezahlen. Das ist natürlich das Sommerniveau – im Jahr gesehen gleicht sich das wieder aus.


Wie hat sich das E-Auto auf die Bilanz ausgewirkt?

Das E-Auto hat im Juni rund 280 kWh Strom für rund 2.500 km benötigt. Davon kamen 220 kWh direkt von der PV-Anlage oder dem Speicher. Das bedeutet: Die tatsächlichen Kraftstoffkosten für das Auto lagen bei unter 20 Euro für den ganzen Monat. Zum Vergleich: Ein Benziner hätte für 2.500 km bei 7 Liter/100 km und 1,80 Euro/Liter rund 315 Euro Sprit gekostet.


Welchen Beitrag hat der Speicher zur Autarkie geleistet?

Unser Speicher hat im Juni durchschnittlich 1,5 komplette Ladezyklen pro Tag absolviert – er wurde also vollgeladen und wieder vollständig entladen. Bei 10 kWh Kapazität hat er rund 450 kWh im Monat zusätzlich für Eigenverbrauch genutzt. Ohne Speicher hätten wir deutlich mehr einspeisen müssen und abends mehr Netzstrom bezogen.


Unsere Energiebilanz im Juni auf einen Blick


| Kennzahl | Wert | |---|---| | PV-Produktion | 1.200 kWh | | Gesamtverbrauch | 900 kWh | | Netzbezug | 72 kWh | | Netzeinspeisung | 300 kWh | | Autarkiequote | 92 % | | Nettostromkosten | ca. 0 Euro (Gewinn) | | E-Auto-Strom (PV) | 220 kWh |


Fazit:

Der Juni zeigt: Mit einer gut dimensionierten PV-Anlage, einem Speicher und einem E-Auto können Stromkosten in den Sommermonaten auf ein Minimum sinken. 92 % Autarkie und faktisch keine Stromrechnung – das ist das Ergebnis von gezielter Planung und konsequenter Eigenverbrauchsoptimierung. Im Winter sieht es anders aus, aber das Jahresmittel ist beeindruckend.


Häufige Fragen

Was ist eine realistische Autarkiequote mit PV und Speicher?

Im Jahresschnitt sind mit PV und Speicher 60–75 % Autarkie realistisch. Im Sommer kann die Quote auf 80–95 % steigen, im Winter sinkt sie auf 20–40 %. Wer zusätzlich ein E-Auto smart lädt, erhöht den Eigenverbrauch und damit die Autarkie weiter.


Wie viel spare ich im Juni mit PV im Vergleich zu Netzstrom?

Bei 900 kWh Verbrauch und 30 Cent/kWh würde Netzstrom 270 Euro kosten. Mit PV und Speicher zahle ich im Juni nur noch den Netzbezug von 72 kWh, also rund 22 Euro. Das ist eine Ersparnis von über 245 Euro in einem einzigen Monat.


Lohnt sich eine PV-Anlage auch ohne E-Auto?

Ja, absolut. Auch ohne E-Auto ist eine PV-Anlage wirtschaftlich. Das E-Auto ist ein zusätzlicher großer Verbraucher, der die Eigenverbrauchsquote verbessert. Ohne E-Auto sind die Einsparungen durch die PV-Anlage kleiner, aber die Amortisationszeit bleibt in der Regel unter 10 Jahren.


Wie wirkt sich eine Wärmepumpe auf die PV-Bilanz aus?

Eine Wärmepumpe ist ein großer Verbraucher, der bei PV-Anlagenbetrieb durch Lastverschiebung besonders gut in die Eigenverbrauchsstrategie passt. Ich heize mein Brauchwasser mit der Wärmepumpe tagsüber bei PV-Überschuss und spare dadurch erheblich. Im Juni entfielen rund 120 kWh Wampenpenstrom auf die Brauchwasserbereitung.


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