Ich trenne mein Haus vom Netz – so lange überlebt unsere PV-Anlage ohne Stromnetz!
- 30. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Photovoltaik-Anlage, Stromspeicher und Ersatzstrom im Blackout-Fall: Ich habe mein Haus vollständig vom öffentlichen Stromnetz getrennt und zeige dir live, wie unsere Anlage ohne Netz läuft – und wie lange wir das durchhalten können.
Ersatzstromfunktion, Inselbetriebs-Modus und Blackout-Sicherheit sind Themen, die immer mehr PV-Besitzer beschftigen. Ich wollte es selbst testen: Was passiert, wenn der Strom aus dem Netz wegfällt? Kann ich mit meiner PV-Anlage und dem SAX-Power-Speicher mein Haus vollständig autark betreiben?
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Wie funktioniert der Inselbetrieb einer PV-Anlage?
Der Inselbetrieb (auch Backup-Modus oder Ersatzstrom-Funktion genannt) bedeutet, dass die PV-Anlage mit Speicher unabhängig vom öffentlichen Stromnetz arbeitet. Nicht jeder Wechselrichter unterstützt das – es braucht eine spezielle Schaltung oder ein dediziertes Backup-System. Mein SAX-Power-Speicher hat eine integrierte Ersatzstromfunktion, die bei Netzausfall automatisch einspringt. Die Umschaltzeit beträgt dabei weniger als 20 Millisekunden.
Wie lange hält eine PV-Anlage mit Speicher im Blackout?
Das hängt von drei Faktoren ab: Speicherkapazität, Verbrauch und Sonneneinstrahlung. Unser Test hat gezeigt: Mit einem 15-kWh-Speicher und einem Tagesverbrauch von 6 bis 8 kWh halten wir über Nacht problemlos durch. Wenn die Sonne tagsüber genügend Strom produziert, können wir theoretisch unbegrenzt lang autark sein. An einem bewjewkölkten Wintertag mit wenig Ertrag wird es allerdings knapp.
Welche Geräte können im Inselbetrieb betrieben werden?
Im Inselbetrieb können prinzipiell alle normalen Haushaltsgeräte betrieben werden – Beleuchtung, Kühlschrank, Laptop, Router, TV, Ladestation fürs Smartphone. Hochleistungsgeräte wie Durchlauferhitzer, Elektroherd oder Wärme-pumpe ziehen jedoch viel Strom und können den Speicher schnell leeren. Ich empfehle, im Blackout-Fall auf diese Großverbraucher zu verzichten und den Fokus auf das Nötigste zu legen.
Was brauche ich, damit meine PV-Anlage im Blackout läuft?
Für Blackout-Tauglichkeit braucht deine PV-Anlage drei Dinge: Erstens einen Wechselrichter oder Speicher mit Ersatzstrom-Funktion (nicht alle Geräte haben das). Zweitens einen Speicher mit ausreichender Kapazität für deine nächtlichen Verbraucher. Drittens eine elektrische Trennvorrichtung (meist schon integriert), die das Haus sicher vom Netz trennt, bevor der Inselbetrieb startet. Das ist aus Sicherheitsgründen gesetzlich vorgeschrieben.
Wie hoch ist mein Eigenverbrauchsanteil im Normalbetrieb?
Mit PV-Anlage und Speicher erreichen wir im Jahresdurchschnitt einen Eigenverbrauchsanteil von rund 75 bis 85 %. Im Sommer sind wir an vielen Tagen zu 100 % autark. Im Winter sinkt die Autarkie auf 30 bis 50 %. Über das gesamte Jahr gerechnet verbrauchen wir deutlich weniger als 20 % Netzstrom – das zeigt, wie viel eine gut dimensionierte PV-Anlage mit Speicher leisten kann.
Szenario | Speicherverbrauch/Nacht | Autarkie |
Nur Nötigste (Licht, Kühlschrank) | 1,5 – 2,5 kWh | Mehrere Wochen möglich |
Normaler Haushaltsbetrieb | 5 – 8 kWh | Abhängig von Sonnentagen |
Wärmepumpe aktiv | 15 – 25 kWh | Schwierig im Winter |
Fazit:
Der Test hat mich überzeugt: Mit einer gut dimensionierten PV-Anlage und einem Speicher mit Ersatzstromfunktion ist Blackout-Tauglichkeit möglich. Für die normale Grundversorgung – Licht, Kühlschrank, Kommunikation – reicht unser System problemlos aus. Wer wirklich unabhängig sein möchte, sollte beim Kauf einer PV-Anlage explizit nach der Ersatzstrom-Funktion fragen und den Speicher entsprechend größer dimensionieren.
Häufige Fragen
Kann jede PV-Anlage im Blackout weiterarbeiten?
Nein. Klassische Netzwechselrichter ohne Speicher schalten bei Netzausfall aus Sicherheitsgründen automatisch ab. Nur Systeme mit expliziter Ersatzstrom- oder Inselbetriebsfunktion und einem Speicher können im Blackout weiterarbeiten.
Welche Speichergröße brauche ich für Blackout-Sicherheit?
Für eine sinnvolle Blackout-Reserve empfehle ich mindestens 10 bis 15 kWh nutzbarer Kapazität. Das sichert 24 bis 48 Stunden normale Grundversorgung. Wer zusätzlich heizen möchte, braucht 20 kWh oder mehr.
Ist die Inselbetriebsfunktion bei allen Speichern inklusive?
Nein. Nicht alle Heimspeicher haben eine Inselbetriebsfunktion. Beim Kauf solltest du explizit darauf achten und beim Hersteller nachfragen. Geräte mit dieser Funktion sind oft etwas teurer, aber die Zusatzinvestition lohnt sich.
Was ist der Unterschied zwischen Ersatzstrom und Inselanlage?
Eine Inselanlage ist komplett vom Netz getrennt und für dauerhaften Standalone-Betrieb ausgelegt. Eine Ersatzstromfunktion hingegen ist eine Netzanlage, die im Notfall auf Inselbetrieb umschalten kann. Inselanlagen sind in der Regel teurer und aufwendiger zu planen.





