Fenecon Speicher & bidirektionale DC-Wallbox: Made in Germany
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Ein Fenecon Speicher Made in Germany, ein eigenes Energiemanagement und eine bidirektionale DC-Wallbox – auf der Intersolar 2026 habe ich mir das System genau zeigen lassen. Im Gespräch mit Stefan von Fenecon habe ich nachgefragt, was wirklich dahintersteckt.
In diesem Beitrag erfährst du, was der Fenecon Speicher kann, wie das FEMS-Energiemanagement bis zu 400 € im Jahr zusätzlich herausholt und wann die bidirektionale DC-Wallbox kommt.
Fenecon: Speicher made in Germany
Fenecon ist ein Speicherhersteller aus Deutschland für Deutschland – seit rund 15 Jahren, ansässig etwa 160 km östlich von München in Niederbayern. Die Intersolar ist für das Team quasi das Heimspiel.
Beim Thema „Made in Germany“ geht Fenecon bewusst tief in die Wertschöpfung: Das Energiemanagement-System wird bereits hier gefertigt, die Industriespeicher komplett in Deutschland gebaut. Ende dieses und Anfang nächsten Jahres sollen auch die Batteriemodule der neuen Generation sowie die Batteriewechselrichter in Deutschland produziert werden.
Der Service sitzt ebenfalls in Niederbayern – mit einer eigenen Abteilung für Endkunden und Fachpartner. Das finde ich wichtig zu wissen, denn bei manchen Herstellern ist der Support sonst wo.
Klein anfangen und später erweitern
Der Speicher ist eine stapelbare Batterie, die sich in Einmann-Montage einfach aufeinandersetzen lässt. Die Leistungsklassen starten bei 6, 10 oder 15 kW; beim Home 20 sind mindestens 14 kWh dabei, erweiterbar bis 168 kWh.
Du kannst also klein anfangen und jederzeit nachrüsten – entweder mit neuen Batteriemodulen oder einem zweiten Turm daneben. Anders als bei einigen Herstellern bleibt die Nachrüstbarkeit laut Fenecon dauerhaft erhalten. Für die Garantie sollte ein Fachpartner die Erweiterung übernehmen.
Merkmal | Wert |
Leistungsklassen | 6, 10, 15 und 20 kW |
Speicher Home 20 (Start) | ab 14 kWh |
Maximale Erweiterung | bis 168 kWh |
MPP-Tracker (Beispiel Home) | 3, überbaubar bis 30 kWp |
Garantie | 10 Jahre, auch auf neue Module |
Notstrom | volle Wechselrichterleistung, schieflastfähig |
Wichtig ist am Anfang oft die Wechselrichterleistung: Sie bestimmt, wie groß die PV-Anlage werden kann und wie viele Dachausrichtungen möglich sind. Den Speicher erweiterst du danach in Ruhe – ganz ohne Gerüst.
FEMS: Das Energiemanagement spart bis zu 400 € im Jahr
Das eigentliche Gehirn ist das FEMS, Fenecons eigenes Energiemanagement. Es ist als Open-Source-Software (OpenEMS) veröffentlicht und hat eine weltweite Community – Beiträge kommen aus aller Welt, zuletzt sogar aus Uganda.
Der spannendste Hebel: Bei negativen Börsenpreisen – etwa sonntags – bekommst du mit EEG 2025 für eingespeisten Strom in diesen Stunden keine Vergütung. Das FEMS entlädt den Speicher dann morgens gezielt in den Hausverbrauch, damit er möglichst leer ist. So wandert die PV-Erzeugung über Mittag ins Netz, solange das noch vergütet wird, statt ungenutzt im vollen Akku zu landen.
Laut Fenecons Testberechnungen holt allein dieser Kniff bei einer typischen Anlage zwischen 300 und 400 € pro Jahr an zusätzlichem Erlös heraus. Auf zehn Jahre gerechnet ist das eine ordentliche Summe – und ein gutes Argument dafür, dass schlaues Energiemanagement echtes Geld wert ist.
Schonendes, prognosebasiertes Laden
Schon vor sechs Jahren hat Fenecon mit netzdienlicher, langsamer Beladung begonnen. Das schont die Batterie und bringt laut Wissenschaft rund zwei Jahre längere Lebensdauer.
Heute lädt das System prognosebasiert: Es bezieht Wetter, Hausverbrauch, die Zeiten des Elektroautos und dynamische Stromtarife mit ein – inklusive § 14a und Direktvermarktung. Damit niemand den Überblick verliert, wurde die Oberfläche entschlackt: Ein Leistungsmonitor zeigt, was gerade passiert, und der Fenecon Assistant erklärt es in natürlicher Sprache.
Notstrom: Was passiert bei Stromausfall?
Notstrom gehört für mich zu einem Speichersystem dazu. Die Fenecon-Systeme sind voll schieflastfähig – der Wechselrichter kann also auch einphasige Lasten ausgleichen, die ungleich auf den Phasen liegen.
Notstromfähig bist du mit der vollen Wechselrichterleistung: Ein 6-kW-Wechselrichter liefert auch 6 kW Notstrom. Für ein komplettes Eigenheim sind größere Leistungen mit 15 oder 20 kW interessant; ist der Hausverbrauch größer als die Wechselrichterleistung, übernimmt eine AVU-Box die automatische Verbraucherumschaltung.
Bidirektionale DC-Wallbox: ab 2027
Das Highlight für die Zukunft ist die bidirektionale DC-Wallbox. Sie soll 2027 auf den Markt kommen – nach aktueller Einschätzung eher Q2/Q3 – und zunächst mit der neuen Generation 3 (Made-in-Germany-Batteriemodul und -Wechselrichter) zusammenarbeiten.
Der Clou: Der Batteriewechselrichter bietet einen zweiten DC-Ausgang. Dadurch lässt sich direkt per DC-Verkabelung aus Speicher und PV-Anlage ins Auto laden – und auch wieder zurück. Weil nur ein DC/DC-Steller nötig ist, soll die Wallbox preislich attraktiv werden.
Bestandskunden mit aktuellem Fenecon Home der Generation 2 haben diesen zweiten DC-Ausgang noch nicht. Für sie wird es eine AC-seitige Einbindung geben – mit Wechselrichterverlusten, aber voll ins FEMS integriert.
Lokal statt Cloud
Eine Frage, die viele umtreibt: Cloud oder lokal? Bei Fenecon läuft das FEMS komplett lokal und in Echtzeit – auch ohne Internet. Ein Cloud-EMS gibt es nicht.
Einschränkungen gibt es nur dort, wo externe Daten fehlen, etwa beim Börsentarif oder der Wetterprognose für die Erzeugungsvorhersage. Grundsätzlich aber gilt: Stecker ziehen – und das System läuft weiter.
Fazit: Stark beim Energiemanagement
Mich überzeugt vor allem das Energiemanagement: Open Source, prognosebasiert, lokal und mit einem klaren Geld-Hebel von 300 bis 400 € im Jahr durch cleveres Verhalten bei negativen Börsenpreisen. Dazu ein erweiterbarer Speicher, 10 Jahre Garantie und ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.
Die bidirektionale DC-Wallbox ist noch Zukunftsmusik für 2027, aber ein spannender Ausblick – gerade in Kombination mit dem großen Autoakku und der Direktvermarktung. Wie immer gilt: Prüfe für deine Dachausrichtung und deinen Verbrauch, was wirklich passt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel spart das Fenecon-Energiemanagement wirklich?
Laut Fenecons Testberechnungen rund 300 bis 400 € pro Jahr bei einer typischen Anlage. Der Effekt entsteht, weil das FEMS den Speicher bei negativen Börsenpreisen gezielt entlädt und die PV-Erzeugung dann einspeist, solange sie noch vergütet wird.
Wie groß ist ein Fenecon Speicher und lässt er sich erweitern?
Die Leistungsklassen starten bei 6, 10 und 15 kW, beim Home 20 sind mindestens 14 kWh dabei – erweiterbar bis 168 kWh. Du kannst jederzeit Module nachlegen oder einen zweiten Turm bauen.
Wann kommt die bidirektionale DC-Wallbox von Fenecon?
Geplant ist der Marktstart 2027, voraussichtlich Q2/Q3. Sie arbeitet zunächst mit der neuen Generation 3 zusammen, soll aber über eine AC-seitige Einbindung auch für Bestandssysteme nutzbar sein.
Läuft das Energiemanagement lokal oder über die Cloud?
Komplett lokal und in Echtzeit, auch ohne Internet. Nur externe Daten wie Börsentarif und Wetterprognose brauchen eine Verbindung – das Grundsystem läuft aber autark.
Wie bin ich bei Stromausfall abgesichert?
Die Systeme sind voll schieflastfähig und notstromfähig mit der vollen Wechselrichterleistung. Für das ganze Haus sorgt bei Bedarf eine AVU-Box für die automatische Umschaltung.
So bekommst du deine Beratung und dein unverbindliches Photovoltaik-Angebot
Eine Photovoltaikanlage plant man nicht „auf gut Glück“. Deshalb erhältst du zuerst eine persönliche Beratung, in der deine Situation und Möglichkeiten besprochen werden – erst danach bekommst du ein passendes Angebot.
Wenn du Fenecon spannend findest, kannst du über mein Netzwerk unverbindlich ein Angebot anfragen.
Sonnige Grüße, Nils





