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Sigenstor Neo: Sigenergys neuer PV-Speicher mit Wärmepumpe & KI

  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Sigenergy hat mit dem Sigenstor Neo einen komplett neuen PV-Speicher vorgestellt – schlanker, leiser und mit integriertem Gateway. Ich habe mit Sven von Sigenergy über das gesamte neue System gesprochen: Speicher, bidirektionale Wallbox, eigene Wärmepumpe und den neuen KI-Agenten in der App.


In diesem Beitrag erfährst du, was der Sigenstor Neo wirklich kann, wann er kommt, was die neue Wallbox und die KI-Wärmepumpe leisten und worauf du bei Garantie und Sicherheit achten solltest.


Sigenstor Neo PV-Speicher von Sigenergy



Was kann der neue Sigenstor Neo?


Der größte sichtbare Unterschied ist die Bautiefe: Der Sigenstor Neo ist nur noch 24 cm tief und damit rund 6 cm schlanker als der bisherige Sigenstor. Genau das hatten sich viele Installateure gewünscht, weil das Gerät in engen Technik- oder Hausanschlussräumen sonst schwer unterzubringen war.


Durch die kompaktere Bauform sinkt die Kapazität leicht. Es gibt weiterhin 6-kWh- und 8-kWh-Module. Beim 8-kWh-Modul kommt eine größere Zelle mit 397 Amperestunden zum Einsatz – die ist besonders zyklenfest und packt mehr Kapazität auf kleineren Raum.


Wichtig zu wissen: Wegen der geänderten Abmaße sind Neo-Module nicht mit dem alten Sigenstor kombinierbar. Technologisch wären sie es, die Maße sprechen aber dagegen. Sigenergy positioniert den Neo bewusst unterhalb des Sigenstor – auch preislich.


Dafür gibt es ein paar Abstriche gegenüber dem größeren Modell: Die AC-Ausgangsleistung reicht bis 15 kW, es gibt nur zwei MPP-Tracker mit parallelen Strings statt drei, und der Neo kommt ohne Lüfter aus – das macht ihn deutlich leiser. Mikrowechselrichter aus dem Sigenergy-Ökosystem lassen sich wie gewohnt einbinden.


Merkmal

Sigenstor Neo

Bautiefe

nur 24 cm (ca. 6 cm schlanker)

Speichermodule

6 kWh & 8 kWh

Zelle (8-kWh-Modul)

397 Ah, besonders zyklenfest

Max. AC-Leistung

bis 15 kW

Kühlung

lüfterlos, leiser Betrieb

MPP-Tracker

2 (parallele Strings)

Gateway

integriert, 0 ms Umschaltzeit

Ersatzstrom

3-phasig, ganzes Haus

Verfügbarkeit

ab November 2026

Garantie

10 Jahre (optional 15)


Integriertes Gateway: Ersatzstrom ohne Extra-Kasten


Das frühere Gateway war zwar bequem zu installieren, brauchte aber Platz an der Wand – den es nicht immer gab. Beim Sigenstor Neo ist das Gateway direkt im Gerät integriert. Du hast drei AC-Anschlüsse für Netz, Backup und den Smartport.


Damit bleibt die von Sigenergy bekannte Ersatzstromfunktion erhalten: 0 Millisekunden Umschaltzeit und das komplette Haus auf allen drei Phasen abgesichert. Bei einem Stromausfall merkst du im Idealfall gar nichts.


Ab wann ist der Sigenstor Neo erhältlich?


Der Sigenstor Neo soll ab November 2026 in größerer Menge verfügbar sein. Wenn du das System unverbindlich anfragen möchtest, kannst du das über mein Netzwerk tun – den Link findest du weiter unten im Beitrag.


Neue Wallbox mit MID-Zähler – jetzt auch bidirektional


Äußerlich sieht die neue Wallbox aus wie die alte, ist jetzt aber auch in Schwarz erhältlich. Entscheidend sind die inneren Werte: Endlich ist ein MID-Zähler an Bord. Damit sind Firmenwagen-Abrechnungen möglich, und die Box lässt sich sogar als öffentliche Wallbox mit Standard-Payment-Diensten betreiben.


Auf viele Kundenfragen gibt es damit endlich eine Antwort. Der Sigenstor Neo selbst kann kein bidirektionales Laden über Gleichstrom (DC), dafür aber über die neue bidirektionale AC-Wallbox. Sofern das Fahrzeug die Entladung erlaubt, lädst du damit auch aus dem Auto zurück ins Haus. Du hast zwar die üblichen Wandlungsverluste bei AC, dafür ist die Wallbox deutlich einfacher bis zum Stellplatz zu bringen als ein DC-System.


Sigenergy steigt ins Wärmegeschäft ein: die KI-Wärmepumpe


Der größte Nachteil bei Wärmepumpen ist bisher die Ansteuerung: Der einzige echte Standard ist SG Ready – und der ist sehr einfach gestrickt. Fremde Wärmepumpen lassen sich damit kaum intelligent ins Energiemanagement einbinden.


Genau hier setzt die eigene Sigenergy-Wärmepumpe an: Sie lässt sich von vorne bis hinten ins intelligente Ökosystem einbinden und über die KI steuern. So wird auch die Wärme endlich intelligent geregelt. Über die App kannst du sogar gezielt festlegen, dass der Strom für die Wärmepumpe aus dem E-Auto statt aus dem Heimspeicher kommt – Quelle und Senke lassen sich frei im Ranking verschieben.


App 4.0 mit Sigen Agent: der KI-Agent fürs Zuhause


Vor rund zwei Wochen hat Sigenergy die App-Version 4.0 mit dem Sigen Agent gelauncht – einem KI-Agenten für den Heimgebrauch, der aktuell im Beta-Test steckt. Die Idee: Statt in Menüs Einstellungen zu suchen, sagst du dem Agenten einfach in natürlicher Sprache, wie dein System arbeiten soll.


Ein Beispiel: „Ich habe mein Auto angesteckt und will morgen um 6 Uhr los – sorg dafür, dass es voll ist.“ Oder bei einem dynamischen Stromtarif: „Sei etwas aggressiver und lagere weniger Strom ein.“ Solche Anweisungen setzt der Agent direkt um. Das ist erst der Anfang, hier wird sich künftig am meisten weiterentwickeln.


Sigenmate: das neue Balkonkraftwerk von Sigenergy


Neu ist auch ein kleines System fürs Balkonkraftwerk – der Sigenmate. Er richtet sich an Einsteiger ohne Hausdach, die trotzdem von günstigem Solarstrom und dynamischen Tarifen profitieren wollen. Bedient wird er über dieselbe intelligente App wie die großen Systeme.


Technisch legt Sigenergy auch hier nach: vier MPP-Tracker, an denen sich je zwei Solarmodule anschließen lassen – also rund 4 kW Modulleistung. Im Standard sind 800 Watt AC-Ausgangsleistung erlaubt, bei Installation durch einen Fachbetrieb bis zu 1.400 Watt. Gerade für Haushalte mit niedrigem Verbrauch ist das eine günstige Einstiegsvariante.


Cybersecurity, Cloud und Offline-Betrieb


Das Thema Datensicherheit ploppt bei den Zuschauern immer wieder auf. Für die Inbetriebnahme brauchst du einmalig einen Internetanschluss, danach lässt sich das System vom Netz trennen. Die Server für die Cloud-Dienste stehen in Frankfurt.


Ohne Internet greifen KI und Wetterprognosen allerdings nicht in vollem Umfang, und du bekommst keine funktionalen KI-Updates – die Kernfunktionen laufen aber auch lokal. Über lokale Schnittstellen lässt sich das System zudem mit Anbietern wie Solarmanager, Loxone oder Clever PV verbinden.


Garantie und Sicherheit im Überblick


Standardmäßig gibt Sigenergy 10 Jahre Garantie auf die Komponenten Energy Controller (Wechselrichter) und Batterie. Gegen Aufpreis lässt sie sich um 5 auf 15 Jahre verlängern. Wichtig für Offline-Nutzer: Bis zu 90 Tage ohne Internet sind unproblematisch. Stellst du mindestens alle 90 Tage eine Verbindung her, behältst du die vollen 10 Jahre. Erst wenn du dauerhaft länger als 90 Tage offline bist, reduziert sich die Garantie auf 5 Jahre.


Bei der Sicherheit setzt Sigenergy auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4) und dieselben Schutzmechanismen wie im großen Sigenstor. Ein gegenseitiges Anstecken der Zellen wird verhindert, ein Brand kann praktisch ausgeschlossen werden.


Fazit: Ein durchdachtes Gesamtsystem


Mit dem Sigenstor Neo, der bidirektionalen AC-Wallbox, der eigenen KI-Wärmepumpe und dem Sigenmate deckt Sigenergy vom Balkonkraftwerk bis zur Wärme fast jedes Szenario ab. Besonders der schlanke, lüfterlose Speicher mit integriertem Gateway und die durchgängige KI-Steuerung über alle Sektoren hinweg finde ich stark. Wer ohnehin ein neues System plant, sollte sich den Neo ab November 2026 genauer ansehen.


Häufige Fragen (FAQ)


Wann ist der Sigenstor Neo erhältlich?


Sigenergy will den Sigenstor Neo ab November 2026 in größerer Menge ausliefern.


Ist der Sigenstor Neo mit dem alten Sigenstor kompatibel?


Wegen der geänderten Abmaße lassen sich die Module nicht mischen. Du kannst ein zweites System aber an anderer Stelle im Haus ergänzen – beide kommunizieren über dieselbe Softwareplattform.


Kann der Sigenstor Neo bidirektional laden?


Über Gleichstrom (DC) nicht. Bidirektionales Laden ist aber über die neue bidirektionale AC-Wallbox möglich, sofern das Fahrzeug die Entladung unterstützt.


Funktioniert das System ohne Internet?


Ja. Nach der einmaligen Inbetriebnahme läuft das System auch offline. KI-Funktionen und Wetterprognosen sind dann aber eingeschränkt. Alle 90 Tage online reicht, um die volle Garantie zu behalten.


Wie sicher sind die Zellen?


Sigenergy nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4) mit Schutzmechanismen, die ein gegenseitiges Anstecken der Zellen und damit einen Brand praktisch ausschließen.


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Deshalb erhältst du zuerst eine persönliche Beratung, in der deine Situation und Möglichkeiten besprochen werden – erst danach bekommst du ein passendes Angebot.



Sonnige Grüße, Nils

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