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Huawei Luterra S2: Das All-in-one-Speichersystem für 2027

  • vor 1 Stunde
  • 5 Min. Lesezeit

Auf der Intersolar 2026 hat Huawei die Huawei Luterra S2 als Pre-Launch vorgestellt – und ehrlich gesagt habe ich selten ein so durchdachtes Komplettsystem fürs Eigenheim gesehen. Es ist eben nicht nur eine Batterie, sondern ein All-in-one-System aus Wechselrichter, Stromspeicher, Notstrom und KI-Energiemanagement in einem Gehäuse.


In diesem Beitrag erfährst du, was die Huawei Luterra S2 wirklich kann, wie groß sich der Speicher ausbauen lässt, was die neue Fusion-Solar-App mit KI bringt – und warum der Marktstart für 2027 geplant ist. Wichtig vorab: Es handelt sich um einen Pre-Launch, einige Detaildaten sind also noch nicht final.


Huawei Luterra S2 All-in-one-Speicher auf der Intersolar 2026



Was ist die Huawei Luterra S2?


Die Luterra S2 ist ein komplett neues Speichersystem für den Eigenheimbereich. Das Besondere: Wechselrichter, Smart-Assistant-Energiemanagement, Backup-Lösung und die Batterieblöcke stecken alle im selben System. Du brauchst also kein separates Energiemanagement und keine extra Notstrom-Box mehr dazukaufen.


Für mich ist das der eigentliche Clou: Wer beim Thema Stromausfall abgesichert sein will, schließt das System an – und der Rest läuft. Der Anschluss zwischen Kopfeinheit und Batterien ist sogar kabellos, die Module werden einfach aufeinandergesteckt und greifen über Konnektoren ineinander. Laut Huawei braucht der Installateur dadurch für Hardware- und Softwareinstallation zusammen nur rund 15 Minuten.


Wechselrichter-Leistung und Notstrom


Bei der Leistung trennt Huawei wie gewohnt nach Anwendungsfall. Die dreiphasige Lösung liefert eine Wechselrichterleistung von 5 bis 20 kW, die einphasige Variante 3 bis 6 kW – wobei für Deutschland nur bis 4,6 kW relevant ist.


Spannend finde ich den Notstrom: Abgesichert werden soll nicht nur eine einzelne Notstromsteckdose, sondern das ganze Haus. Mit welcher Leistung das genau passiert, wollte Huawei auf der Messe noch nicht verraten – das Produkt ist eben für 2027 geplant und wird deshalb als Pre-Launch gezeigt.


Speichergröße: von 28 bis 336 kWh


Wie schon bei der S1 gibt es die Batterieblöcke in zwei Größen: 5 und 7 kWh. Damit lässt sich der Speicher sehr flexibel aufbauen. Im gezeigten Aufbau standen 28 kWh, durch drei weitere Türme geht es Richtung 112 kWh. Und wer drei Wechselrichter kaskadiert (3 × 20 kW), landet in Summe bei rund 336 kWh.


Das ist eine gewaltige Menge – für ein normales Eigenheim aber deutlich mehr als nötig. In der Praxis bewegen sich die meisten Haushalte eher im Bereich von 10 bis 20 kWh. Die Ausbaustufen im Überblick:


Konfiguration

Speicherkapazität

Einzelnes Batteriemodul

5 oder 7 kWh

System wie auf der Messe gezeigt

28 kWh

Mit drei weiteren Türmen

bis ca. 112 kWh

Drei kaskadierte Wechselrichter (3 × 20 kW)

bis ca. 336 kWh


Die genaue Lade- und Entladeleistung pro Modul hat Huawei noch nicht kommuniziert. Diese Werte sollen erst zum Launch Ende dieses Jahres oder 2027 folgen.


Smart Assistant: KI-Energiemanagement und neue App


Das Energiemanagement steckt direkt im System. Dazu hat Huawei die Fusion-Solar-App überarbeitet: Das Design ist cleaner und aufgeräumter, und du siehst getrennt, wie viel Ertrag aus dem eigenen Solarstrom und aus der Batterie kommt.


Das Herzstück ist eine KI-Funktion, in der App „What happen“ genannt. Sie analysiert deine historischen Daten – wann wurde geladen, wie viel eingespeist – und leitet daraus eine Prognose für die Zukunft ab. Damit lädt der Speicher prognosebasiert. Dynamische Stromtarife waren zwar schon vorher integriert, sind jetzt aber einfacher: Über Schnittstellen zu EPEX Spot und Nordpool kommen die Börsenpreise direkt ins System.


Richtig praktisch: Du kannst deinen Stromtarifvertrag als Dokument hochladen, die KI liest Steuern und Umlagen aus und trägt die Werte automatisch ein – damit am Ende dein realer Arbeitspreis stimmt. Und per Sprachsteuerung kannst du fragen, wann du dein E-Auto am günstigsten lädst. Die KI nennt dann auf Basis von Verbrauchsdaten und Wetterprognose das beste Zeitfenster und steuert das Laden automatisch. Sowas habe ich in der Form bisher bei keinem anderen Hersteller gesehen.


Wärmepumpe und Wallbox: Huawei bleibt offen


Was mir gut gefällt: Huawei macht kein geschlossenes System. Bei den Wärmepumpen sind unter anderem Wolf, Tongi und Haier in der Kompatibilitätsliste, weitere Hersteller sollen folgen. Die Kommunikation läuft in der Regel über EEBUS – das Gateway der Wärmepumpe wird mit der Seriennummer des Smart Assistant als vertrauenswürdiges Gerät hinterlegt, danach läuft alles über die Fusion-Solar-App.


Dort kannst du Temperaturen einstellen, die Wärmepumpe ein- und ausschalten (Huawei empfiehlt den Automatikmodus) und PV-Regeln festlegen – etwa, dass die Wärmepumpe erst bei 2 kW Dachproduktion anspringt oder zu festen Zeiten heizt.


Auch bei den Wallboxen ist Huawei offen. Es gibt eine eigene AC-Wallbox, dazu eine Kooperation mit Ambibox – einem der größten bidirektionalen DC-Charger für den deutschen Markt, eingebunden über Modbus. In der App kannst du Fast Charging, PV-Priorität oder geplantes Laden bis zur nächsten Abfahrt wählen. Und wer schon eine Wallbox von Mennekes, Keba oder go-e hat, kann diese ebenfalls in die Huawei-App integrieren, statt neu zu kaufen.


Wann kommt die Luterra S2 – und solltest du warten?


Der geplante Marktstart ist 2027. Auf der Intersolar 2026 war es ein Pre-Launch, der zeigen soll, wohin die Reise geht. Für mich heißt das: Wenn du sowieso noch Zeit hast und ein echtes All-in-one-System mit starkem KI-Energiemanagement suchst, lohnt sich das Warten womöglich. Wer aber jetzt akut einen Speicher braucht – etwa wegen der EEG-Änderungen –, sollte nicht auf ein Produkt setzen, dessen finale Daten und Preise noch gar nicht feststehen.


Die wichtigsten Eckdaten aus dem Pre-Launch im Überblick:


Merkmal

Angabe (Pre-Launch)

Wechselrichter dreiphasig

5 bis 20 kW

Wechselrichter einphasig

3 bis 6 kW (DE bis 4,6 kW)

Modulgrößen

5 und 7 kWh

Speicherausbau

28 bis ca. 336 kWh

Notstrom

ganzes Haus (Leistung noch offen)

Installation

ca. 15 Minuten, kabellos steckbar

Energiemanagement

Smart Assistant mit KI in der Fusion-Solar-App

Geplanter Marktstart

2027


Fazit: Starkes Konzept – mit Geduldsprobe


Die Huawei Luterra S2 ist eines der spannendsten Speichersysteme, die ich auf der Intersolar 2026 gesehen habe. All-in-one mit Wechselrichter, Notstrom fürs ganze Haus, riesigem Ausbaupotenzial und einem KI-Energiemanagement, das dynamische Tarife, Wärmepumpe und Wallbox wirklich smart zusammenbringt.


Der Haken: Es ist ein Pre-Launch. Lade- und Entladeleistungen, Notstromleistung und Preise stehen noch nicht fest, und der Marktstart ist erst 2027. Wer warten kann, darf gespannt sein. Wer jetzt entscheiden muss, plant besser mit verfügbarer Technik – und behält die Luterra S2 für die nächste Ausbaustufe im Hinterkopf.


Häufige Fragen (FAQ)


Was ist die Huawei Luterra S2?


Ein All-in-one-Speichersystem fürs Eigenheim mit integriertem Wechselrichter, Notstrom, Batterieblöcken und KI-Energiemanagement – auf der Intersolar 2026 als Pre-Launch gezeigt.


Wie groß lässt sich die Luterra S2 ausbauen?


Die Module gibt es mit 5 und 7 kWh. Vom 28-kWh-Aufbau geht es über drei weitere Türme bis ca. 112 kWh, mit drei kaskadierten Wechselrichtern bis rund 336 kWh.


Kann die Luterra S2 Notstrom?


Ja, abgesichert werden soll das ganze Haus statt nur einer Steckdose. Die genaue Notstromleistung hat Huawei beim Pre-Launch noch nicht genannt.


Wann kommt die Huawei Luterra S2 auf den Markt?


Der Marktstart ist für 2027 geplant. Detaildaten wie Lade-/Entladeleistung und Preise sollen erst zum Launch folgen.


Ist die Luterra S2 mit Wärmepumpe und Wallbox kompatibel?


Ja. Über EEBUS und Modbus lassen sich Wärmepumpen (u. a. Wolf, Tongi, Haier) und Wallboxen (eigene AC-Wallbox, Ambibox sowie bestehende von Mennekes, Keba, go-e) in die Fusion-Solar-App einbinden.


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Sonnige Grüße, Nils

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