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Lohnt sich eine Photovoltaikanlage? Berechnung am konkreten Beispiel (Teil 1)

  • 9. März 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juni

Lohnt sich eine PV-Anlage wirklich? Statt allgemeiner Aussagen zeige ich euch an einem konkreten Fallbeispiel aus meiner PV-Beratung, wie ich die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage mit Speicher und Wallbox berechne. So eine konkrete Berechnung gibt viel mehr Klarheit als pauschale Antworten.

In diesem ersten Teil zeige ich die konkrete Situation des Kunden: seinen Stromverbrauch, seine Dachfläche, sein Budget und seine Ziele. Darauf basierend rechne ich die Anlage Schritt für Schritt durch.


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Wie berechnet man, ob sich eine PV-Anlage lohnt?

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage berechnet sich über die sogenannte Amortisationszeit und die interne Rendite (äquivalent zum Zinssatz einer Geldanlage). Die entscheidenden Faktoren sind: Investitionskosten, jährliche Stromeinsparung durch Eigenverbrauch, Einspeisevergütung für Überschussstrom und Strompreiserhöhungen in der Zukunft.

Ich berechne für jeden Kunden in meiner PV-Beratung eine individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse – basierend auf echten Verbrauchsdaten, dem konkreten Dach und realistischen Annahmen. Pauschale Rechentools im Internet sind oft zu ungenau und geben falsche Sicherheit.

Das konkrete Fallbeispiel: Ausgangslage des Kunden

Der Kunde in diesem Beispiel ist ein Eigenheimbesitzer mit Familie. Hier die wichtigsten Eckdaten:

Parameter

Wert

Jahresstromverbrauch

7.500 kWh/Jahr

Aktueller Strompreis

32 Ct/kWh

Dach: Süddach, 35° Neigung

ca. 60 m² nutzbar

Geplante Anlage

10 kWp + 10 kWh Speicher + Wallbox

Investitionskosten (Angebotspreis)

28.500 €


Wie viel Ertrag liefert die PV-Anlage in diesem Beispiel?

Eine 10-kWp-Anlage auf einem Süddach mit 35° Neigung in Mitteldeutschland erzeugt nach meiner Berechnung rund 10.000–11.000 kWh Strom pro Jahr. Der Spezifische Ertrag liegt bei ca. 1.000–1.100 kWh/kWp. Das ist ein guter Wert für diese Region und Ausrichtung.

Wie viel Eigenverbrauch ist mit Speicher und Wallbox möglich?

Mit 10 kWh Speicher und einem Elektroauto als zusätzlichem flexiblem Verbraucher kann der Eigenverbrauchsanteil auf 60–70% des erzeugten Stroms steigen. Von den produzierten 10.500 kWh werden also rund 6.300–7.350 kWh selbst genutzt – statt zu geringen Einspeisevergütungspreisen eingespeist.

Welche jährlichen Einsparungen und Erlöse entstehen?

Die jährlichen Einsparungen und Erlöse in diesem Beispiel setzen sich wie folgt zusammen:

Erstens der Eigenverbrauch: 6.800 kWh x 32 Ct = 2.176 Euro eingesparte Stromkosten. Zweitens die Einspeisung: 3.700 kWh x 8,2 Ct (aktueller Einspeisesatz für 10 kWp) = 303 Euro Einspeisevergütung. Zusammen ergeben sich jährliche Vorteile von rund 2.479 Euro.


Fazit (Teil 1)

Nach diesem ersten Teil der Berechnung zeichnet sich ab, dass die PV-Anlage mit Speicher und Wallbox in diesem konkreten Beispiel eine jährliche Einsparung von rund 2.500 Euro bringt. Bei einer Investition von 28.500 Euro ergibt das eine reine Amortisationszeit von etwa 11–12 Jahren. Im zweiten Teil gehe ich auf die Gesamtrendite über 25 Jahre, Finanzierungsoptionen und die Frage ein, ob der Speicher und die Wallbox einzeln rentabel sind.


Häufige Fragen

Wie schnell amortisiert sich eine 10-kWp-PV-Anlage?

Bei aktuellen Strompreisen und PV-Preisen 2025 amortisiert sich eine 10-kWp-Anlage typischerweise nach 8 bis 12 Jahren. Mit Speicher verlängert sich die Zeit auf 10–13 Jahre.

Lohnt sich die Wallbox als Teil der PV-Anlage?

Eine Wallbox in Kombination mit PV macht besonders Sinn, wenn das Elektroauto tagsweise zu Hause steht und mit PV-Strom geladen werden kann. Das erhöht den Eigenverbrauch erheblich.

Wie berechne ich die Rendite meiner PV-Anlage?

Die Rendite einer PV-Anlage berechnet sich als interner Zinssatz (IRR) über die Lebensdauer. Bei typischen 2025er Konditionen liegt sie zwischen 5 und 10% p.a. – deutlich besser als viele andere Geldanlagen.

Welche Rolle spielt die Strompreissteigerung bei der PV-Wirtschaftlichkeit?

Je stärker die Strompreise steigen, desto rentabler wird eine PV-Anlage. Jede Einsparung durch Eigenverbrauch wird wertvoller, wenn der Netzstrom teurer wird. Eine jährliche Strompreissteigerung von 2–3% steigert die PV-Rendite spürbar.


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