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Heizstab mit Photovoltaik: Clevere Lösung oder Stromfresser?

  • 7. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Heizstab für die Photovoltaik-Anlage klingt verlockend: PV-Überschuss einfach ins Warmwasser schieben statt verschenken. Ich zeige dir, was ein Heizstab kostet, wie viel er pro Kilowattstunde wirklich spart und wann er sich wirklich lohnt – oder eben nicht.


Bei mir hat der Heizstab eine wichtige Rolle gespielt, solange ich noch keine Wärmepumpe hatte. Mittlerweile habe ich beide im Betrieb und kann dir einen direkten Vergleich der Effizienz liefern. Das Ergebnis ist nicht so eindeutig, wie viele denken.


Das komplette Video ansehen:

Heizstab mit Photovoltaik: clevere Lösung für Warmwasser oder Stromfresser?


Wie funktioniert ein Heizstab mit Photovoltaik?

Ein Heizstab wird in den Warmwasserspeicher eingebaut und heizt das Wasser mit überschussüssigem PV-Strom auf. Gesteuert wird er über einen Leistungsregler (0–10V oder PWM) oder eine einfache Schaltrelais-Lösung. Die Effizienz liegt bei 1:1 – 1 kWh Strom erzeugt 1 kWh Wärme. Das ist deutlich schlechter als eine Wärmepumpe (COP 3–4), aber deutlich besser als den Überschuss für 8 Cent einzuspeisen.


Was kostet ein Heizstab für die PV-Anlage?

Ein einfacher Heizstab kostet 50–200 Euro, ein komplettes System mit Steuerung (z.B. Viessmann Vitotrol) 300–800 Euro. Professionelle Einbaulösungen mit Smart-Meter-Anbindung liegen bei 500–1.500 Euro. Im Vergleich zu anderen Speichermöglichkeiten ist das sehr günstig – die ※Amortisation eines Heizstabs liegt oft bei unter 2 Jahren.


Wie viel spare ich mit einem Heizstab wirklich?

Bei mir hat der Heizstab im Sommerhalbjahr zusätzlich ca. 400–600 kWh PV-Strom verwertet, die sonst eingespeist worden wären. Statt 8 Cent Einspeisevergütung spare ich 28–32 Cent Gaskosten pro kWh – also ca. 20 Cent Mehrwert pro kWh. Bei 500 kWh sind das 100 Euro zusätzliche Einsparung pro Jahr.


Heizstab vs. Wärmepumpe im Vergleich:


Merkmal

Heizstab

Wärmepumpe

Effizienz (COP)

1,0 (1:1)

3,0–5,0

Anschaffungskosten

200–1.500 €

10.000–20.000 €

Heizung ersetzbar

Nein

Ja

Amortisation

1–3 Jahre

10–18 Jahre


Wann ist ein Heizstab sinnvoll und wann nicht?

Ein Heizstab macht Sinn, wenn du noch einen alten Öl- oder Gasboiler mit Elektro-Zusatzheizung hast und viel PV-Überschuss erzeugt wird. Wer bereits eine Wärmepumpe hat, sollte den Überschuss lieber dort nutzen – die Wärmepumpe ist dreimal effizienter. Ohne vorhandenen Warmwasserspeicher ergibt ein Heizstab keinen Sinn.


Welcher Heizstab für die PV-Anlage ist der beste?

Meine Empfehlung: Ein Heizstab mit stufenlosem Leistungsregler (MPPT-ähnliche Steuerung) ist einem einfachen Schaltrelais überlegen, weil er den Überschuss besser ausnutzt. Gute Lösungen gibt es von My-PV (AC-ELWA) für 350–500 Euro oder als einfachere Varianten von Viessmann und Stiebel Eltron. Wichtig: die Steuereinheit über einen Smartmeter oder über das Energiemanagementsystem anbinden.


Fazit:

Ein Heizstab ist kein Stromfresser, sondern eine sinnvolle Ergaenzung zur PV-Anlage – vorausgesetzt, du hast viel Überschuss und noch keinen effizienteren Abnehmer wie eine Wärmepumpe. Die Amortisation ist schnell, die Einsparung real. Wer aber bereits eine Wärmepumpe oder einen Batteriespeicher hat, sollte den Überschuss dort investieren.


Häufige Fragen

Lohnt sich ein Heizstab mit Photovoltaik?

Ja, besonders wenn du PV-Überschuss hast, der sonst für 8 Cent eingespeist wird. Der Heizstab wandelt diesen Strom in Warmwasser um und spart Gaskosten von 28–32 Cent pro kWh.

Wie viel kostet ein Heizstab für die PV-Anlage?

Einfache Heizstäbe kosten 50–200 Euro. Systeme mit Steuerung und Smart-Meter-Anbindung liegen bei 300–1.500 Euro.

Ist ein Heizstab effizienter als eine Wärmepumpe?

Nein. Eine Wärmepumpe hat einen COP von 3–5 (3–5 kWh Wärme pro kWh Strom). Ein Heizstab erreicht nur 1:1. Die Wärmepumpe ist die effizientere Lösung – kostet aber deutlich mehr.

Kann ich einen Heizstab nachrüsten?

Ja, in fast jeden Warmwasserspeicher lässt sich ein Heizstab nachrüsten. Ein Elektriker oder Heizungsbauer kann das in wenigen Stunden erledigen.


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