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PV-Anlage im Februar: Reicht der Solarstrom für Wärmepumpe und Elektroauto?

  • 3. März 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Februar – ein dunkler Wintermonat mit vereinzelten Sonnentagen. Wie viel Strom produziert meine PV-Anlage? Und reicht er, um das Elektroauto zu laden oder die Luft-Luft-Wärmepumpe zu betreiben? Ich teile meine echten Verbrauchsdaten und Produktionswerte aus diesem Februar.


Photovoltaik im Februar: Strom für Wärmepumpe und Elektroauto? – auf YouTube ansehen


Wie viel Strom produziert eine PV-Anlage im Februar?

Der Februar ist einer der schwächsten Monate für die PV-Produktion – aber besser als Januar. Dieser Februar war zweigeteilt: Die erste Hälfte war größtenteils bewölkt und düster, die zweite Hälfte brachte mehrere sonnige Tage. Meine Anlage produzierte im Gesamtmonat rund 400 bis 500 kWh – deutlich weniger als die 1.000 bis 1.500 kWh in den Sommermonaten. An den sonnigen Tagen kam meine Anlage auf bis zu 80 bis 90 Prozent ihrer Nennleistung, was beeindruckend ist für Februar.


Reicht PV-Strom im Winter für das Laden des Elektroautos?

Teilweise. An den sonnigen Februartagen produzierte meine Anlage genugs Strom, um tagsdaraufhin das E-Auto mit PV-Überschuss zu laden. Ich nutze ein Überschuss-Lademanagement: Das Auto lädt nur dann, wenn die PV-Produktion den aktuellen Hausverbrauch übersteigt. An bewölkten Tagen wird das Auto hingegen aus dem Netz oder aus dem Speicher geladen. Über den gesamten Monat schlätze ich, dass rund 30 bis 40 Prozent des E-Auto-Stroms aus der eigenen PV-Anlage stammte. Im Sommer sind es 80 bis 90 Prozent.


Wie viel PV-Strom verbraucht eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Winter?

Meine Luft-Luft-Wärmepumpe ist eine Klimaanlage, die im Winter heizt. Sie verbraucht pro Stunde Betrieb rund 0,5 bis 1,5 kW, abhängig von der Außentemperatur und der gewünschten Innentemperatur. Im Februarmonat hat sie rund 150 bis 200 kWh verbraucht. Davon stammten in den sonnigen Perioden viele kWh direkt aus der PV-Anlage, in den dunklen Perioden aus dem Speicher oder dem Netz. Die Wärmepumpe ist ein idealer Kandidat für ein PV-Überschussmanagement: sie kann flexibel anlaufen und pausieren.


Wie wirkt sich der Speicher auf die Winterautarkie aus?

Der 20 kWh Speicher ist im Winter mein wichtigster Verbündeter. An sonnigen Tagen lädt er sich tagsdaraufhin voll und versorgt das Haus die überwiegende Abend- und Nachtzeit. An bewölkten Tagen ist der Speicher morgens leer und ich beziehe Netzstrom. Mit dem dynamischen Tarif lade ich den Speicher in günstigen Nachtstunden auf, bevor der teuerste Tagstrom beginnt. Meine Autarkie lag im Februar bei rund 40 bis 50 Prozent – für einen Wintermonat mit Wärmepumpe und E-Auto ein gutes Ergebnis.


Wann wird die PV-Anlage im Winter finanziell interessant?

Auch wenn die PV-Anlage im Winter weniger produziert, bleibt sie wirtschaftlich interessant. Erstens senke ich durch den Eigenverbrauch den teuren Netzstrombezug. Zweitens erlaube mir mein Speicher, günstigen Nachtstrom einzulagern. Drittens ist der Jahresertrag meine relevante Größe: Die Sommermonate gleichen die Wintermonate kompensieren. Mein Gesamtjahresertrag liegt trotz schwacher Wintermonate bei rund 10.000 kWh, was die Investition in die Anlage klar rechtfertigt.


Februar-Werte meiner PV-Anlage im Überblick

Kennzahl

Wert (Februar)

PV-Produktion

~400–500 kWh

Wärmepumpenverbrauch

~150–200 kWh

Autarkie

~40–50 %


Fazit: Februar ist kein Traummonat, aber wertvoll

Die PV-Anlage liefert im Februar deutlich weniger Strom als im Sommer. Trotzdem ist sie wertvoll: Sonnige Wintertage zeigen die volle Kapazität, der Speicher gleicht dunkle Perioden aus und der dynamische Tarif optimiert den Restbezug. Wer Wärmepumpe und E-Auto hat, wird im Februar merken, dass die PV-Anlage nicht alles abdeckt – aber sie reduziert die Stromrechnung erheblich.


FAQ: PV-Anlage im Winter

Wie viel Strom produziert eine PV-Anlage im Winter?

Im Dezember und Januar sind es oft nur 150 bis 300 kWh pro Monat. Im Februar steigt die Produktion bereits auf 350 bis 600 kWh – abhängig von Standort, Anlagengröße und Wetter.

Lohnt sich eine PV-Anlage trotz schwacher Wintermonate?

Ja. Der Jahresertrag entscheidet über die Wirtschaftlichkeit. Die Sommermonate produzieren das 5- bis 10-fache der Wintermonate und kompensieren sie vollständig. Das Jahresmittel ist entscheidend.

Wie lade ich mein E-Auto im Winter mit PV-Strom?

Mit einem PV-Überschussmanagement (z.B. KEBA, go-e, Easee oder Wallbox-Überschussladen) lädt das E-Auto bevorzugt mit PV-Strom, wenn mehr produziert als verbraucht wird.

Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif im Winter besonders?

Ja, besonders im Winter, wenn die PV wenig produziert und der Netzstrombezug höher ist. Günstige Nachtstunden können dann gezielt fürs Speicherladen oder E-Auto-Laden genutzt werden.


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