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Photovoltaikanlage als teures Hobby? Oder doch die bessere Geldanlage?

  • 4. Feb. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Macht eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich überhaupt Sinn – oder sollte man das Geld lieber in Aktien, ETFs oder andere Kapitalanlagen stecken? Ich habe diese Frage für mich durchgerechnet und erkläre, warum die Antwort nicht so eindeutig ist, wie viele denken.


Die Photovoltaik-Anlage ein teures Hobby? – Solltest du dein Geld lieber anders anlegen? – auf YouTube ansehen


Lohnt sich eine Photovoltaikanlage wirklich als Investition?

Ja – aber es hängt stark von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Eine gut geplante Photovoltaikanlage mit Eigenverbrauchsstrategie erzielt heute Renditen von 5 bis 10 Prozent jährlich auf das eingesetzte Kapital. Das ist besser als viele klassische Festgeldanlagen und mit manchen ETF-Portfolios vergleichbar. Der entscheidende Unterschied: Die Rendite der PV-Anlage ist steuerbefreit, inflationsgeschützt und von Strompreisschwankungen entkoppelt.


Was sind die größten Kostenfaktoren bei einer PV-Anlage?

Die Anschaffungskosten sind der größte Posten: Eine 10-kWp-Anlage mit Speicher kostet heute zwischen 18.000 und 30.000 Euro je nach Anbieter, Qualität und Region. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten für Wartung, Versicherung und Monitoring. In meiner Kalkulation belaufen sich die Gesamtbetriebskosten über 20 Jahre auf rund 2.000 bis 4.000 Euro – also überschaubar im Verhältnis zur erwarteten Ersparnis.


Wie vergleicht sich die PV-Anlage mit einem ETF-Sparplan?

Ein MSCI-World-ETF hat historisch etwa 7 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr erzielt. Eine gut dimensionierte PV-Anlage erreicht ähnliche Werte – bei wesentlich geringerem Schwankungsrisiko. Außerdem setzt die PV-Anlage auf einen echten Sachwert mit garantierter Nutzungsdauer. Meine persönliche Entscheidung: beides – PV-Anlage als Basis-Investition, ETF als langfristiger Kapitalaufbau.


Wann ist eine Photovoltaikanlage kein gutes Investment?

Eine PV-Anlage rechnet sich schlechter, wenn das Dach stark verschattet ist, wenn der Eigenverbrauch sehr niedrig ausfällt oder wenn hohe Fremdfinanzierungskosten anfallen. Wer einen Kredit mit 5 Prozent Zinsen für die Anlage aufnimmt, muss deutlich höhere Renditeerwartungen haben, damit sich die Rechnung noch lohnt. Für Eigenheimbesitzer mit Eigenkapital und gutem Dach ist die PV-Anlage in aller Regel aber eine sinnvolle Investition.


Welche nicht-finanziellen Vorteile hat eine Photovoltaikanlage?

Neben der rein finanziellen Rendite bietet eine PV-Anlage Energieunabhängigkeit, einen positiven ökologischen Beitrag und häufig eine Wertsteigerung der Immobilie. Meine Anlage hat mir darüber hinaus Sicherheit gegeben – ein Großteil meiner Energieversorgung läuft heute autark. Das hat einen realen Wert, der sich nicht vollständig in Euro und Cent ausdrücken lässt.


Vergleich: PV-Anlage vs. alternative Geldanlagen

Anlageform

Rendite p. a.

Risiko

Photovoltaikanlage

5–10 %

Niedrig

MSCI World ETF

7–8 % (historisch)

Mittel

Festgeld (2024)

3–4 %

Sehr niedrig


Fazit: PV-Anlage ist mehr als ein teures Hobby

Eine Photovoltaikanlage ist kein teures Hobby – sie ist eine ernsthafte Kapitalanlage mit planbarenRenditen, steuerlichen Vorteilen und realen Sachwerten. Sie eignet sich besonders gut als Ergänzung zu einem Wertpapierportfolio. Wer die richtigen Voraussetzungen mitbringt, macht mit der PV-Anlage ein gutes Geschäft.


Wie lange dauert die Amortisation einer PV-Anlage?

Bei heutigen Preisen und Stromkosten liegt die Amortisationszeit meist zwischen 8 und 14 Jahren. Danach läuft die Anlage praktisch kostenfrei weiter und produziert reinen Gewinn.


Welche Fördermöglichkeiten gibt es für PV-Anlagen?

Die KfW bietet zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen und Speicher an. Viele Bundesländer haben zusätzliche Förderprogramme. Darüber hinaus gilt seit 2023 die Steuerbefreiung auf Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp.


Steigert eine PV-Anlage den Immobilienwert?

Studien zeigen, dass Immobilien mit PV-Anlage bei Verkauf höhere Preise erzielen. Der Aufwertungseffekt ist regional unterschiedlich, liegt aber typischerweise zwischen 3 und 8 Prozent des Immobilienwertes.


Was passiert, wenn die Solarmodule nach 25 Jahren defekt sind?

Hochwertige Solarmodule haben heute Leistungsgarantien von 25 bis 30 Jahren. Nach dieser Zeit kann man die Module ersetzen oder die Anlage mit neuerer Technologie rüstrüsten – die Kosten dafür werden bis dahin deutlich gesunken sein.


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