Wärmepumpe Installation im Altbau: Diese Schritte sind notwendig, damit es warm wird
- 1. Dez. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Was ist notwendig, damit eine Wärmepumpe im Altbau erfolgreich installiert werden kann? Ich habe die Installation unserer Wärmepumpe dokumentiert und zeige alle Schritte, die es vom Angebot bis zur ersten Wärme braucht.
Ich habe die Installation unserer Wärmepumpe durch einen zertifizierten Fachbetrieb dokumentiert. Dabei wurde mir klar: Die Installation ist komplex, aber bei guter Planung reibungslos. Was sind die Schritte – und was hat uns am Ende überrascht?
Welche Voraussetzungen müssen für die Installation einer Wärmepumpe im Altbau erfüllt sein?
Vor der Installation einer Wärmepumpe im Altbau muss die Heizlast berechnet werden – das ist die Grundlage für die richtige Dimensionierung. Außerdem muss das Heizsystem geprüft werden: Können die vorhandenen Heizkörper mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden? Gibt es genügend Platz für die Außeneinheit?
Welche Schritte umfasst die Installation einer Wärmepumpe?
Die Installation läuft in diesen Schritten ab: Erstens die Heizlastberechnung und Planung durch den Fachbetrieb. Zweitens die Demontage der alten Heizung. Drittens die Aufstellung der Außeneinheit und Installation der Inneneinheit. Viertens die Verrohrung, Befüllung und Inbetriebnahme. Bei uns dauerte die gesamte Installation ca. 3 Tage.
Was hat die Betriebs-Wärmepumpe in den ersten kalten Tagen verbraucht?
In den ersten kalten Tagen nach der Inbetriebnahme war der Verbrauch höher als erwartet. Das lag daran, dass die Einstellungen noch nicht optimiert waren und das Gebäude nach Wochen ohne Heizung erst aufgeheizt werden musste. Nach Optimierung der Heizkurve und Einstellungen normalisierte sich der Verbrauch deutlich.
Welche Unterlagen und Genehmigungen brauche ich für die Wärmepumpen-Installation?
Für die Förderung über die BEG (Bundesförderung Effiziente Gebäude) ist eine Genehmigung beim BAFA nötig – und die muss VOR Vertragsabschluss beantragt werden! Darüber hinaus kann je nach Standort der Außeneinheit eine Baugenehmigung oder Meldepflicht bei der Gemeinde notwendig sein. Ein erfahrener Fachbetrieb kennt alle Anforderungen.
Was kostet die Wärmepumpen-Installation im Altbau inklusive aller Kosten?
Die Gesamtkosten für eine Wärmepumpe im Altbau inklusive Installation liegen typischerweise zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Dazu kommen Kosten für den Austausch von Heizkörpern (falls nötig), den hydraulischen Abgleich und ggf. eine Warmwasserspeicher-Erneuerung. Mit BEG-Förderung (30–70 % je nach Bonussen) reduzieren sich die Nettokosten erheblich.
Installationsschritt | Zeitaufwand |
Heizlastberechnung & Planung | 1–2 Wochen |
BAFA-Antrag stellen | Vor Vertragsschluss! |
Demontage & Installation | 2–3 Tage |
Inbetriebnahme & Einstellungen | 1 Tag |
Fazit: Wärmepumpen-Installation im Altbau ist machbar – mit der richtigen Planung
Meine Erfahrung ist positiv: Die Installation verlief reibungslos, weil wir gut geplant hatten. Der wichtigste Rat: Frühzeitig mehrere Angebote einholen, die Heizlastberechnung nicht überspringen und den BAFA-Antrag vor Vertragsabschluss stellen. Dann kann nichts schieflaufen.
Muss ich einen Elektriker für die Wärmepumpen-Installation beauftragen?
Ja. Neben dem Heizungsbauer braucht man einen Elektriker für den Stromanschluss der Wärmepumpe. In der Regel hat ein Installationsunternehmen beides im Haus oder koordiniert beides. Der Elektriker prüft auch, ob der Hausanschluss für die zusätzliche Last ausreicht.
Wie lange dauert es von Angebot bis zur Inbetriebnahme?
Von der Angebotseinholung bis zur Inbetriebnahme dauert es im Schnitt 3–6 Monate. Das liegt an der Planung, dem BAFA-Antrag (4–6 Wochen) und den Lieferzeiten. Wer im Herbst oder Winter eine Wärmepumpe braucht, sollte im Frühling mit der Planung beginnen.
Kann ich meine alte Gasheizung als Backup behalten?
Ja, ein Bivalenz-Betrieb ist möglich: Die Wärmepumpe läuft hauptsächlich, die Gasheizung springt nur bei sehr niedrigen Temperaturen als Backup an. Das wird häufig im Altbau gemacht. Allerdings muss man bei der Förderung prüfen, ob die Gasheizung als Backup zulässig ist.
Macht Lärm der Außeneinheit Probleme mit den Nachbarn?
Moderne Wärmepumpen sind deutlich leiser als ihre Vorgänger. Typische Geräuschpegel liegen bei 40–55 dB(A) im Betrieb. Dennoch sollte der Standort der Außeneinheit sorgfältig gewählt werden: nicht direkt neben Nachbarfenstern und möglichst schalltechnisch optimiert aufgestellt. Bei Nachfragen hilft ein Schallgutachten.

