Warum kennt kaum einer diese günstige Heiztechnik? Die Splitklima als Alternative
- 21. Apr. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Eine günstige Alternative zur Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in Deutschland kaum bekannt, in Japan und Südeuropa aber weit verbreitet: die Splitklima als Luft-Luft-Wärmepumpe. Ich erkläre, wie sie aufgebaut ist, wie sie funktioniert und warum sie für bestimmte Gebäude eine echte Option sein kann.
Splitklima als Heiztechnik: Aufbau, Funktion und Vergleich
Wie funktioniert eine Splitklima als Heizung?
Eine Splitklima ist im Grunde eine Luft-Luft-Wärmepumpe: Sie entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie als warme Luft direkt in den Raum ab – ohne Heizwasser, ohne Rohre und ohne Heizkostenverteiler. Das Innengerät sitzt an der Wand, das Außengerät drauen. Die Installation ist verhältnismäßig einfach und günstig. Ich habe die Technik für mein Büro in Betracht gezogen und bin überrascht, wie effizient moderne Splitanlagen bei tiefen Außentemperaturen noch heizen.
Was ist der Unterschied zwischen Luft-Luft- und Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Der entscheidende Unterschied: Die Luft-Luft-Wärmepumpe (Splitklima) gibt Wärme per Luft ab, die Luft-Wasser-Wärmepumpe übers Heizwasser. Für Gebäude mit bestehender Wasserheizung ist die Luft-Wasser-Variante die bessere Wahl, da sie alle Heizflächen bedient und Warmwasser liefert. Die Splitklima ist ideal für einzelne Räume, Anbauten, Ferienwohnungen oder als Ergänzung zu bestehenden Systemen.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad einer modernen Splitklima?
Moderne Inverter-Splitgeräte erreichen COP-Werte von 3 bis 5 – das bedeutet: Sie liefern 3 bis 5 kWh Wärme pro kWh Strom. Bei -10°C Außentemperatur liegt der COP noch bei 2–3. Das ist deutlich effizienter als eine Elektroheizung oder Gasheizung. Meine Erfahrung: Selbst im Winter heizt meine Splitklima im Büro effizienter als erwartet.
Was kostet eine Splitklima im Vergleich zur Wärmepumpe?
Ein Splitklima-Gerät für 25–40 m² kostet inklusive Installation 1.500 bis 3.500 Euro – ein Bruchteil einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Für Mieter, kleine Wohnungen oder einzelne Räume ist das eine sehr wirtschaftliche Heizlösung. Allerdings: Die Förderung (BEG) ist für Splitklima-Systeme deutlich geringer als für Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Für wen ist die Splitklima als Heizung sinnvoll?
Meine Einschätzung: Die Splitklima lohnt sich für Mieter ohne Möglichkeit zum Heizungstausch, für Ferienwohnungen, Anbau- oder Gartenbüros, für Hausbesitzer, die einzelne Räume zusätzlich beheizen wollen, und für alle, die schnell und kosteneffizient eine effiziente Heizlösung brauchen. Als Komplettlösung für ein größeres Haus ist sie aber kein vollwertiger Ersatz.
Splitklima vs. Luft-Wasser-Wärmepumpe im Vergleich
Kriterium | Splitklima | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
Anschaffungskosten | 1.500–3.500 € | 15.000–30.000 € |
Warmwasser | Nein | Ja |
COP bei 7°C | 3,5–5,0 | 2,5–4,0 |
Fazit: Splitklima als Heiztechnik – unterschätzte Alternative
Die Splitklima als Luft-Luft-Wärmepumpe ist in Deutschland zu wenig bekannt. Für Mieter, einzelne Räume und unkomplizierte Heizlösungen ist sie eine sehr günstige und effiziente Option. Als Vollersatz für eine zentrale Heizung im Mehrfamilienhaus oder Altbau mit Heizkörpern ist sie jedoch begrenzt. Meine Empfehlung: Zuerst den eigenen Bedarf klären, dann die passende Technologie auswählen.
FAQ: Splitklima als Heizung – häufige Fragen
Kann eine Splitklima ein Haus komplett beheizen?
Bei kleinen, gut gedämmten Gebäuden möglich. In klassischen Altbauten mit mehreren Räumen und Heizkörpern ist sie kein vollwertiger Ersatz.
Darf ein Mieter eine Splitklima installieren?
Grundsätzlich nur mit Genehmigung des Vermieters, da eine Wanddurchführung nötig ist. Mobiler Klimageräte-Ersatz ohne Wanddurchbruch ist auch möglich, aber weniger effizient.
Wie laut ist eine Splitklima im Heizbetrieb?
Moderne Inverter-Geräte sind sehr leise – Innengeräte kommen auf 20–30 dB im Ruhebetrieb. Das ist leiser als ein normales Gespräch.
Kann ich eine Splitklima selbst installieren?
Das Füllen mit Kältemittel erfordert einen zertifizierten Kältetechniker. Die elektrische Installation muss durch einen Elektriker erfolgen. Selbstinstallation ist technisch möglich, aber rechtlich oft problematisch.

