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Dieses Solarmodul ersetzt deine Wärmepumpe! – PVT-Modul erklärt

  • 2. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Ein PVT-Modul kombiniert Photovoltaik und Solarthermie in einer Einheit und kann in Kombination mit einer kompakten Wärmepumpe ohne Ausseneinheit arbeiten – selbst bei Minusgraden. Ich habe mir die Anlage von Malte angeschaut und zeige, wie das in der Praxis funktioniert.


Die Idee klingt faszinierend: Ein Modul auf dem Dach, das gleichzeitig Strom erzeugt und Wärme liefert. Das PVT-Modul (Photovoltaik-Thermie) macht genau das. Die Kombination mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe macht eine große Ausseneinheit mit Lärm und Kühlmittelübertragung überflüssig. Maltes Anlage läuft seit einem Jahr durch den Winter – mit echten Erfahrungswerten, die ich teilen möchte.


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Dieses Solarmodul ersetzt deine Wärmepumpe! – PVT-Modul erklärt


Was ist ein PVT-Modul und wie funktioniert es?

Ein PVT-Modul (Photovoltaik-Thermie) kombiniert eine Solarzellenschicht mit einem dahinterliegenden Flüssigkeitskollektor in einem einzigen Modul. Die Sonnenstrahlung erzeugt gleichzeitig Strom in der PV-Schicht und Wärme, die durch ein Trägermedium (Wasser-Glykol-Gemisch) abgeführt wird. Diese thermische Energie dient als Wärmequelle für eine Sole/Wasser-Wärmepumpe – ähnlich wie bei Erdwärme. Der Clou: Auch bei −5 °C Aussentemperatur liefert das Modul noch genügend Wärme für den Heizbetrieb.


Welche Vorteile hat ein PVT-System gegenüber einer klassischen Luftwärmepumpe?

Das PVT-System hat gegenüber einer klassischen Luft-Wasser-Wärmepumpe mehrere Vorteile: kein lautes Aussenmodul im Garten oder an der Hauswand, keine Vereisungsproblematik bei extremem Frost, kein Kühlmittel-Aussenkreis mit potentiellem Leckaänfallrisiko. Dazu kommt die doppelte Nutzung der Dachfläche: Strom und Wärme aus einem Modul. Der COP liegt mit PVT-Quelle oft bei 4 bis 5 – ähnlich wie bei Erdwärme.


Wie viele PVT-Module brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 8 kW Heizlast und einer 8-kW-Wärmepumpe werden in der Regel 10 bis 16 PVT-Module benötigt. Das hängt von der Heizlast, der Klimazone und dem Neigungswinkel der Module ab. Als Faustregel gilt: 1 bis 2 PVT-Module pro kW Wärmepumpenleistung. Bei Malte sind es 12 Module für eine 8-kW-Anlage – das hat gut funktioniert.


Was kostet ein PVT-Wärmepumpensystem und gibt es Förderung?

Ein komplettes PVT-Wärmepumpensystem inklusive Kollektoren, Wärmepumpe, Warmwasserspeicher und Montage kostet für ein Einfamilienhaus typischerweise 25.000 bis 40.000 Euro. Das ist mehr als eine klassische Luft-Wärmepumpe (12.000 bis 20.000 Euro), aber weniger als Erdwärme mit Bohrung (35.000 bis 60.000 Euro). Das BEG-Programm (Bundesförderung E’sche Gebäude) fördert PVT-Wärmepumpen mit bis zu 70 % (Grundförderung 30 % + Bonus für natürliche Kältemittel und Energieberatung).


Wie hat sich Maltes PVT-Anlage im Winter bewährt?

Maltes Anlage hat den ersten Winter erfolgreich überstanden. Auch bei Temperaturen von bis zu −7 °C hat die Wärmepumpe zuverlässig geheizt. Das PVT-Modul liefert auch bei bedecktem Himmel und Schnee noch ausreichend thermische Energie durch Diffusstrahlung und Umgebungswärme. Nur an sehr wenigen Tagen im tiefsten Winter (unter −10 °C) musste ein elektrischer Heizstab als Rückfallstufe einspringen.


System

Kosten

COP

Auseneinheit

Luft-WP

12.000 – 20.000 €

2,5 – 4

Ja (lärm)

PVT-WP

25.000 – 40.000 €

4 – 5

Nein (leise)

Erdwärme

35.000 – 60.000 €

4 – 6

Nein


Fazit:

Das PVT-System ist eine faszinierende Technologie, die Photovoltaik und Wärmepumpe auf clevere Weise kombiniert. Die hohe Effizienz mit COP-Werten von 4 bis 5, kein lautes Aussenmodul und die doppelte Nutzung der Dachfläche sind klare Vorteile. Der höhere Anschaffungspreis im Vergleich zur Luft-Wärmepumpe wird durch die Förderung und die bessere Effizienz über die Laufzeit relativiert. Maltes Anlage zeigt: Es funktioniert – auch durch den Winter.


Häufige Fragen

Kann ein PVT-System auch im Sommer zur Warmwasserbereitung genutzt werden?

Ja, im Sommer liefern PVT-Module sehr hohe thermische Erträge. Die Wärmepumpe kann dann sehr effizient Warmwasser bereiten, und der erzeugte Strom deckt einen Großteil des Haushaltsbedarfs. Im Sommer läuft das System mit COP-Werten von 6 bis 8.


Welche Hersteller bieten PVT-Systeme an?

Bekannte Anbieter von PVT-Kollektoren sind PVT Energie, GreenHeat, SOLrif und weitere europäische Hersteller. In Deutschland ist das PVT-Angebot noch überschaubar, aber wachsend. Die Kombination mit Wärmepumpen von Vaillant, Buderus oder Daikin ist bei fachgerechter Planung möglich.


Wie wird ein PVT-System gefördert?

PVT-Wärmepumpen werden über das BEG-Programm (Bundesförderung E’sche Gebäude) gefördert. Die Förderquote liegt je nach Kombination mit Sanierungsmaßnahmen zwischen 30 und 70 % der anrechenbaren Investitionskosten. Der Antrag läuft über einen Energieberater beim BAFA oder der KfW.


Ist ein PVT-System auch für Altbauten geeignet?

Für Altbauten ist eine niedrige Vorlauftemperatur wichtig, damit die Wärmepumpe effizient arbeiten kann. Mit einer Bauteilsanierung (bessere Dämmung, Fußbodenheizung) ist auch ein Altbau für ein PVT-System gut geeignet. Ohne Sanierung ist der Einsatz schwieriger und die Effizienz sinkt.


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