Photovoltaik und Speicher: Welche Größe lohnt sich und wie richtig ermitteln?
- 16. Juni 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Welche PV-Anlage und welchen Speicher soll ich kaufen? Diese Frage stelle ich mir und viele andere Hausbesitzer. Die Antwort ist nicht trivial – aber mit einer einfachen Berechnung und der HTW-Berlin-Tabelle lässt sich eine sehr gute Näherung finden. Ich zeige dir, worauf es ankommt.
Wie groß sollte meine Photovoltaikanlage sein?
Als Faustregel gilt: Die PV-Anlage sollte ca. 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch liefern. Ein Durchschnittshaushalt mit 4.000 kWh/Jahr benötigt also ca. 4 kWp. Mit Elektroauto oder Wärmepumpe steigt der Bedarf entsprechend. Größere Anlagen sind heute aber wegen sinkender Modulpreise fast immer wirtschaftlicher als kleinere.
Wie viel Speicher brauche ich für meine Photovoltaikanlage?
Als Richtwert empfiehlt die HTW Berlin ca. 1 kWh Speicher pro kWp PV-Leistung. Ein 8-kWp-System benötigt demnach ca. 8 kWh nutzbaren Speicher, um einen guten Autarkiegrad zu erreichen. Größere Speicher steigern die Autarkie, aber der Grenznutzen nimmt ab – ab einem bestimmten Punkt lohnt sich weiteres Wachstum kaum noch.
Was sagt die HTW-Berlin-Tabelle zur optimalen PV- und Speichergröße?
Die HTW Berlin hat eine umfangreiche Untersuchung zur optimalen Dimensionierung von PV-Anlagen und Speichern veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Ab etwa 1 kWh Speicher je kWp PV sind die größten Autarkiegewinne erzielt. Weitere Kapazität bringt nur noch marginale Verbesserung. Die Tabelle der HTW Berlin hilft mir, das genau nachzuvollziehen.
Wie berechne ich den Eigenverbrauch bei verschiedenen PV- und Speichergrößen?
Ich zeige die Berechnung an einem konkreten Beispiel: Ein Haushalt mit 5.000 kWh/Jahr, 10 kWp PV und 10 kWh Speicher. Mit diesen Werten lässt sich aus den HTW-Tabellen direkt ablesen, welcher Autarkiegrad und welcher Eigenverbrauchsanteil realistisch zu erwarten sind. Online-Tools wie PVGIS können das ebenfalls simulieren.
Worauf sollte ich bei der Wahl der Speichergröße noch achten?
Neben dem Autarkieziel sind weitere Faktoren wichtig: Gibt es eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto? Plant man dynamische Stromtarife zu nutzen? Ist Ersatzstrom gewünscht? Wer Wärmepumpe und Wallbox betreibt, braucht häufig einen größeren Speicher, weil beide Verbraucher deutlich mehr Energie benötigen.
PV-Leistung | Empf. Speicher | Typ. Autarkie (Beispiel) |
5 kWp | 5 kWh | ca. 55–60 % |
10 kWp | 10 kWh | ca. 70–80 % |
15 kWp | 15 kWh | ca. 80–90 % |
Mein Fazit: Die Dimensionierung von PV-Anlage und Speicher ist kein Hexenwerk. Mit den HTW-Richtwerten und einem guten Verständnis des eigenen Verbrauchsprofils kommt man sehr nah an die optimale Konfiguration. Ich empfehle immer, mehrere Angebote einzuholen und diese auf Basis dieser Grundregeln zu vergleichen.
Wie berechne ich meinen Jahresstromverbrauch für die PV-Planung?
Den Jahresstromverbrauch findest du auf deiner Stromrechnung. Alternativ kannst du Monatsabrechnungen addieren oder den Zählerstand von vor einem Jahr mit dem aktuellen vergleichen.
Sollte ich die PV-Anlage eher zu groß oder zu klein planen?
Da Modulpreise stark gesunken sind, lohnt sich eher eine größere Anlage. Überschußstrom wird eingespeist und vergütet. Außerdem wachsen die meisten Haushalte durch E-Auto oder Wärmepumpe in größere Anlagen hinein.
Kann ich den Speicher später nachrüsten?
Ja, die meisten Heimspeicher lassen sich modular erweitern. Bei der Planung sollte man aber auf Kompatibilität für spätere Erweiterungen achten und den Installateur fragen.
Ab wann lohnt sich ein größerer Speicher nicht mehr?
Ab einem Speicher von ca. 1,5 kWh je kWp PV nimmt der Grenznutzen stark ab. Jede weitere kWh Speicher steigert die Autarkie dann nur noch minimal, kostet aber weiterhin Geld.





