Photovoltaik Oktober: Meine Erfahrungen mit Ertrag und Speicher im Herbst
- 2. Nov. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Oktober ist der Monat, in dem viele PV-Betreiber zu zweifeln beginnen. Die Tage werden kürzer, der Sonnenstand sinkt, und die ersten Nächte bringen Kälte. Ich habe meine Oktober-Auswertung gemacht und bin überrascht, wie gut meine Anlage diesen Monat war. Meine Erfahrung zeigt: Herbst ist nicht gleich schlechter Monat.
Meine PV-Oktober-Auswertung mit allen Zahlen zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=rMc-wd187ms
Wie viel Solarertrag ist im Oktober realistisch?
Der Oktober ist kein Sommermonat – das ist klar. Aber meine Anlage hat dennoch ordentlich produziert. Pro kWp sind im Oktober in Deutschland erfahrungsgemäß 40–60 kWh Ertrag realistisch. Bei meiner 9,6-kWp-Anlage bedeutet das grob 400–580 kWh im Monat. Tatsächlich habe ich diesen Oktober über 500 kWh produziert – das liegt über dem Durchschnitt, weil wir ungewohnlich viele Sonnentage hatten.
Wie hat sich mein Heimspeicher im Oktober verhalten?
Im Oktober verändert sich das Ladeverhalten des Speichers merklich. Die Vollladung ist an sehr sonnigen Tagen mittags noch möglich, aber die kurzen Tage bedeuten, dass der Speicher abends weniger Puffer hat. Mein 10-kWh-Speicher erreichte an etwa 12 von 31 Tagen eine Vollladung. An bedeckten Tagen musste ich abends auf Netzstrom zurückgreifen. Trotzdem deckte meine Anlage im Oktober rund 68 % meines Strombedarfs selbst.
Wann lohnt es sich, den Speicher im Herbst größer zu dimensionieren?
Im Herbst ist ein größerer Speicher relativ betrachtet nützlicher als im Sommer. Warum? Weil die tagesbedingte Produktion kürzer ist und ein größerer Speicher mehr Solarstrom über den Abend und die Nacht retten kann. Wer heute einen Neukauf plant, sollte im Herbst eher zum 15- oder 20-kWh-Speicher tendieren, wenn das Budget es zulässt.
Wie verändert sich der Eigenverbrauchsanteil im Jahresverlauf?
Meine Erfahrung über das Jahr: Der Eigenverbrauchsanteil ist im Sommer höher (80–90 %), weil viel Strom produziert wird und auch viel Strom gebraucht wird (Klimaanlage, Gartengewerbe). Im Herbst sinkt er auf 60–70 %, weil weniger produziert wird aber der Haushaltsbedarf konstant bleibt. Im Winter kann er auf 30–50 % fallen.
Was ist mein Gesamtfazit nach dem Oktober?
Der Oktober war ein solider Monat. Mehr als ich erwartet hatte. Meine Anlage hat bewiesen, dass PV auch im Herbst noch signifikante Erträge liefert. Wer über den Kauf einer Anlage nachdenkt, sollte sich nicht von den Herbst- und Wintermonaten abschrecken lassen. Die Jahresbilanz zählt – und da macht auch ein schwacher Winter nur einen Teil des Ergebnisses aus.
Monat | Typischer Eigenverbrauch |
Sommer (Jun–Aug) | 80–90 % |
Herbst (Sep–Nov) | 60–70 % |
Winter (Dez–Feb) | 30–50 % |
Fazit: Oktober – besser als sein Ruf
Meine Oktober-Auswertung bestätigt: PV lohnt sich das ganze Jahr. Die Herbstmonate sind schwieriger als der Sommer, aber nicht wertlos. Mit Speicher und gutem Eigenverbrauchsmanagement kommt man auch im Oktober auf respektable Ergebnisse.
Häufige Fragen
Wie viel Ertrag liefert eine PV-Anlage im Oktober?
Pro kWp Anlagenleistung sind 40–60 kWh im Oktober realistisch. Eine 10-kWp-Anlage liefert also 400–600 kWh.
Kann man den Speicher im Oktober noch volladen?
Ja, an sonnigen Tagen ist das möglich. An bedeckten Tagen bleibt der Speicher häufig unter 80 % – das hängt stark von Anlagengröße und Speicherkapazität ab.
Lohnt sich PV auch im Herbst noch?
Ja. Die Jahresbilanz zählt, und der Herbst liefert immer noch 20–30 % des Jahrsertrags. Das ist wirtschaftlich relevant.
Wie hoch ist mein Eigenverbrauch im Herbst typischerweise?
Meine Erfahrung: Im Herbst erreiche ich 60–70 % Eigenverbrauch, also deutlich weniger als im Sommer, aber mehr als im Winter.





