top of page

Neues Gesetz für Photovoltaik: Was gilt jetzt? (Steuerbarkeit, Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz)

  • 14. Feb. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Das neue Gesetz für PV-Anlagen ist da – ich erkläre dir, was das Solarspitzengesetz konkret bedeutet, ab wann es gilt und welche Auswirkungen es auf deine Photovoltaikanlage hat.


Neues Gesetz für Photovoltaik: Solarspitzengesetz und Steuerbarkeit erklärt


Was beinhaltet das neue PV-Gesetz – das Solarspitzengesetz?

Das Solarspitzengesetz ist eine gesetzliche Neuregelung, die vorschreibt, dass neue PV-Anlagen über eine technische Einrichtung verfügen müssen, mit der der Netzbetreiber die Einspeisung fernsteuern kann. Ziel ist es, das Stromnetz vor Überlastung zu schützen, wenn viel Solarstrom gleichzeitig eingespeist wird. Das klingt nach einem Nachteil – tatsächlich betrifft es in der Praxis die meisten Hausbesitzer kaum, weil die Abregelung nur in Ausnahmesituationen aktiviert wird.


Ab wann gilt das neue Gesetz für PV-Anlagen?

Die Steuerbarkeitsanforderungen gelten für neue PV-Anlagen, die ab dem jeweiligen Stichtag in Betrieb genommen werden. Bestehende Anlagen sind in der Regel nicht betroffen. Wer plant, 2025 eine neue PV-Anlage zu installieren, sollte sich beim Installateur oder Netzbetreiber über die aktuellen Anforderungen informieren – die Technik muss vor Inbetriebnahme vorhanden sein.


Was bedeutet Steuerbarkeit der PV-Anlage konkret?

Steuerbarkeit bedeutet, dass der Netzbetreiber bei starker Netzüberlastung die Einspeisung deiner PV-Anlage reduzieren oder kurzzeitig unterbrechen kann. Dies geschieht über eine Kommunikationsschnittstelle zwischen deinem Wechselrichter und dem Netzbetreiber. Die gute Nachricht: Ein Batteriespeicher schirmt dich von dieser Abregelung weitgehend ab, weil der Strom im Speicher bleibt und nicht ins Netz geht.


Ändert das Solarspitzengesetz die Einspeisevergütung?

Das Solarspitzengesetz selbst verändert die Einspeisevergütung nicht direkt – aber im Paket damit kommen häufig weitere Anpassungen des EEG. Die Einspeisevergütung für Neuanlagen wird regelmäßig alle sechs Monate angepasst. Für 2025 liegen die Vergütungssätze je nach Anlagengröße zwischen rund 8 und 13 Cent pro kWh. Wer die PV-Anlage haupssächlich zum Eigenverbrauch nutzt, ist von diesen Veränderungen weniger stark betroffen.


Ist das neue PV-Gesetz ein Nachteil für Betreiber?

In der Praxis ist die Auswirkung für die meisten Hausbesitzer gering. Die Abregelung erfolgt nur in Extremsituationen und die Verluste an Einspeisevergütung sind minimal. Wichtiger ist, dass das Gesetz die Netzstabilität sichert und damit überhaupt erst die weitere Expansion der Solarenergie ermöglicht. Wer einen Speicher hat, merkt die Steuerbarkeit in der Regel gar nicht.


Übersicht: Neue PV-Gesetz-Anforderungen im Vergleich

Aspekt

Alte Regelung

Neue Regelung

Steuerbarkeit

70%-Kappungsregel

Fernsteuerbarkeit Pflicht

Einspeisevergütung

Festwerte (EEG)

Halbing. Absenkung

Bestandsanlagen

Unverändert

Meist nicht betroffen


Fazit: Was bedeutet das neue Gesetz für dich als PV-Besitzer?

Das Solarspitzengesetz klingt zuerst kompliziert, hat aber für die meisten Hausbesitzer kaum spürbare Auswirkungen im Alltag. Wichtig: Wer eine neue PV-Anlage plant, muss sicherstellen, dass die technischen Anforderungen zur Steuerbarkeit erfüllt sind. Meine Empfehlung ist, das beim Angebot klar abzufragen. Mit einem Speicher bist du zusätzlich geschützt – der gepufferte Strom ist von der Netzabregelung nicht betroffen.


Häufige Fragen

Bin ich als Bestandsanlagenbesitzer vom neuen PV-Gesetz betroffen?

Nein, Bestandsanlagen sind in der Regel nicht von den neuen Steuerbarkeitsanforderungen betroffen. Die Regelung gilt nur für neu in Betrieb genommene Anlagen ab dem jeweiligen Stichtag.


Wie häufig wird meine PV-Anlage tatsächlich abgeregelt?

In der Praxis sehr selten. Abregelungen erfolgen nur bei starker Netzüberlastung, die im deutschen Stromnetz selten auftritt. Die jährlichen Verluste durch Abregelung sind statistisch gering.


Was kostet die technische Einrichtung für die Steuerbarkeit?

Die meisten modernen Wechselrichter erfüllen die Anforderungen bereits. Ein zusätzlicher Steuergerät oder ein Smart-Meter-Gateway kann wenige hundert Euro kosten – die Kosten werden oft vom Netzbetreiber übernommen.


Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2025?

Für 2025 beträgt die Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp rund 8,03 Cent/kWh für Volleinspeisung und 12,73 Cent/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp. Die Werte werden halbeljährlich angepasst.


Hilft ein Batteriespeicher gegen die Abregelung?

Ja, ein Speicher puffert den erzeugten Strom und reduziert die Einspeisung ins Netz. Damit ist er von einer Netzabregelung viel weniger betroffen als eine Anlage ohne Speicher, die den gesamten Überschuss sofort einspeist.


Photovoltaik
Angebote

Erhalte individuelle & unverbindliche Angebote von zuverlässigen Partnern aus meinem Netzwerk.

Wissens-
plattform

Fundiertes Wissen zu Photovoltaik und Wärmepumpe – inklusive Checklisten, Leitfäden und strukturierter Entscheidungsgrundlagen.

bottom of page