365 Tage autark mit Solar und Wasserstoff: Das HPS Picea System erklärt
- 30. Juli 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
100 % Autarkie an 365 Tagen in Deutschland – das ist mit dem HPS picea möglich. Das FlexEhome kombiniert Photovoltaik mit einem Wasserstoffspeicher zu einem System, das wirklich über das ganze Jahr unabhängig macht. Ich habe mir das System genau angeschaut.
Wie funktioniert das HPS Picea Wasserstoffspeichersystem?
Das HPS picea kombiniert eine Photovoltaikanlage mit einem Elektrolyseur, einem Wasserstofftank und einer Brennstoffzelle. Im Sommer wird überschuss Solarstrom genutzt, um Wasser in Wasserstoff aufzuspalten (Elektrolyse). Dieser Wasserstoff wird gespeichert und im Winter von der Brennstoffzelle wieder in Strom und Wärme umgewandelt. Damit lässt sich Solarstrom saisonale speichern – über Monate hinweg.
Für wen eignet sich das HPS Picea System?
Das HPS picea richtet sich an Hausbesitzer mit hohem Wunsch nach Autarkie und ausreichend Dachfläche. Da das System deutlich teurer als konventionelle Batteriespeicher ist, lohnt es sich vor allem für Menschen, die Netzunabhängigkeit nicht nur als Wunsch, sondern als konkretes Ziel verfolgen – zum Beispiel in abgelegenen Lagen oder bei sehr hohen Stromkosten.
Was kostet ein HPS Picea System?
Das HPS picea ist eine Premiuminvestition: Die Gesamtkosten eines vollständigen Systems inklusive PV und Montage liegen im sechsstelligen Bereich. Das System ist damit noch klar im Nischenbereich. In Zukunft werden die Preise sinken – aber heute ist es vor allem für Überzeugungstäter und Pioniere.
Wie effizient ist die Wasserstoffkonversion für Heimspeicher?
Der große Nachteil der Wasserstoffspeicherung ist der Wirkungsgrad: Strom → Wasserstoff → Strom hat nur einen Gesamtwirkungsgrad von 30–40 %, während Lithium-Akkus über 90 % erreichen. Das Picea-System kompensiert das durch Nutzung der Wärme aus der Brennstoffzelle – so wird die Gesamteffizienz deutlich höher, wenn man Strom- und Wärmenutzung gemeinsam betrachtet.
Ist Wasserstoffspeicher die Zukunft für Eigenheimbesitzer?
Meine persönliche Einschätzung: Wasserstoff als Saisonspeicher wird langfristig eine Rolle spielen – aber bis es eine Massenanwendung wird, dauert es noch viele Jahre. Für die nächsten 5–10 Jahre sind Lithium-Batteriespeicher die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Das HPS Picea ist ein faszinantes Pionierprojekt – aber (noch) keine Massenlösung.
HPS Picea vs. Lithium-Speicher: Ein Vergleich
Autarkie: Picea 365 Tage | Lithium saisonal begrenzt | Wirkungsgrad: Picea ~40% (Strom) | Lithium >90% | Kosten: Picea sechsstellig | Lithium 10.000-20.000 € | Reife: Picea Nische/Pionier | Lithium Massenprodukt
Fazit: HPS Picea – faszinierend, aber noch kein Massenprodukt
Das HPS picea ist ein technisch beeindruckendes System, das echte Jahres-Autarkie ermöglicht. Für die breite Masse ist es heute noch zu teuer. Aber als Blick in die Zukunft der Energieversorgung zeigt es, wohin die Reise gehen könnte – und das finde ich faszinierend.
FAQ: Wasserstoffspeicher für Eigenheimbesitzer
Ist Wasserstoffspeicher sicher im Wohnhaus?
Das HPS Picea System ist mit einem Drucktank für Niederdruckwasserstoff ausgestattet, der deutlich sicherer als Hochdruckbehälter ist. Das System ist CE-zertifiziert und für den Hausbetrieb zugelassen.
Wie viel Platz braucht das HPS Picea System?
Das System ist modular aufgebaut und benötigt einen Technikraum im Haus sowie entsprechende Dachfläche für die PV. Mehr Details zu Platz- und Installationsanforderungen gibt es beim Hersteller HPS.
Warum heißt das System »FlexEhome«?
FlexEhome steht für das flexible Energie-Management-Konzept des Hauses. Das HPS picea ist Teil dieses Gesamtkonzepts, das Erzeugung, Speicherung und Verbrauch intelligent verbindet.
Wann wird Wasserstoffspeicher für normale Haushalte erschwinglich?
Prognosen sind schwierig, aber Experten erwarten, dass Wasserstofftechnologie bis 2030 deutlich günstiger wird. Eine breite Massenanwendung im Eigenheim ist aber frühestens gegen Ende der 2020er Jahre realistisch.





