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Speicher für Balkonkraftwerk: Beladen auch aus dem Netz? Zendure Hyper2000 im Test

  • 19. Dez. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juni

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher – und warum sollte man den Speicher aus dem Netz laden? Ich habe den Zendure Hyper2000 getestet und zeige, was der bidirektionale Speicher fürs Balkonkraftwerk wirklich kann.


Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher speist überschüssigen Strom ins Netz ein – und bekommt dafür keinen Cent. Mit einem Speicher wie dem Zendure Hyper2000 ändert sich das. Noch interessanter: Der Speicher kann auch mit bis zu 1.200 Watt aus dem öffentlichen Netz geladen werden. Warum das sinnvoll sein kann, erkläre ich hier.


Speicher für Balkonkraftwerk: Beladen auch aus dem Netz? Zendure Hyper2000 – auf YouTube ansehen


Was ist der Zendure Hyper2000 und was kann er?

Der Zendure Hyper2000 ist ein bidirektionaler Stromspeicher speziell für Balkonkraftwerke. Er hat eine Kapazität von 1,96 kWh und kann sowohl aus der PV-Anlage als auch aus dem öffentlichen Netz geladen werden – mit bis zu 1.200 Watt Ladeleistung aus dem Netz. Das ist sein besonderes Merkmal gegenüber anderen BKW-Speichern.


Warum sollte man einen BKW-Speicher aus dem Netz laden?

Das ergibt Sinn, wenn man einen dynamischen Stromtarif nutzt. Nachts oder zu Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen kann der Speicher günstig aus dem Netz geladen werden – und entlädt sich dann zu teureren Zeiten. Mit Preisunterschieden von 5 bis 30 Cent/kWh innerhalb eines Tages ist die Arbitrage-Einsparung real und messbar.


Wie viel kann man mit dem Hyper2000 im Vergleich zu einem BKW ohne Speicher sparen?

Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher spart je nach Eigenverbrauchsanteil 80–150 Euro pro Jahr. Mit Speicher steigt die Einsparung durch höheren Eigenverbrauch auf 150–250 Euro. Zusätzlich kommt der Arbitrage-Effekt beim Netzladen: Bei optimaler Nutzung können das nochmals 30–60 Euro jährlich sein. Der Aufpreis für den Speicher amortisiert sich in 5–8 Jahren.


Welche technischen Besonderheiten hat der Zendure Hyper2000?

Der Hyper2000 kann mit Erweiterungsbatterien auf bis zu 7,84 kWh ausgebaut werden. Er unterstützt MPPT-Regler und ist für den Außeneinsatz geeignet (IP65). Die Steuerung läuft über eine App und kann Strompreissignale verarbeiten, um automatisch zum günstigen Zeitpunkt zu laden oder zu entladen.


Für wen lohnt sich der Zendure Hyper2000 besonders?

Der Hyper2000 lohnt sich besonders für Mieter und Eigenheimbesitzer, die keinen Platz für eine große PV-Anlage haben, aber trotzdem vom Eigenverbrauch und dynamischen Strompreisen profitieren wollen. Wer bereits einen dynamischen Tarif nutzt oder plant, gets den größten Vorteil aus der Netzladefünktion heraus.


Merkmal

Zendure Hyper2000

Kapazität (Basis)

1,96 kWh

Max. Kapazität (erweiterbar)

7,84 kWh

Netzladen möglich

Ja, bis 1.200 W

Schutzklasse

IP65


Fazit: BKW-Speicher mit Netzladen – sinnvolle Innovation

Die Möglichkeit, den BKW-Speicher aus dem Netz zu laden, ist eine clevere Funktion – besonders für Nutzer mit dynamischem Stromtarif. Meine Bewertung: Der Zendure Hyper2000 ist technisch ausgefeilt und für Balkonkraftwerksbetreiber, die das Maximum aus ihrem System herausholen wollen, eine interessante Option.


Was ist der Unterschied zwischen einem BKW-Speicher und einem Heimspeicher?

BKW-Speicher wie der Hyper2000 sind kompakt, günstiger und für den Einsatz mit Balkonkraftwerken optimiert. Heimspeicher sind größer (5–20 kWh), teurer und für große PV-Anlagen ausgelegt. Ein BKW-Speicher ist ideal für Mieter oder als Einstiegslösung, kein Ersatz für einen vollwertigen Heimspeicher.


Braucht man für das Netzladen einen besonderen Stromtarif?

Technisch gesehen nein – aber wirtschaftlich ist ein dynamischer Stromtarif die Voraussetzung, damit das Netzladen wirklich Sinn ergibt. Ohne Preisunterschiede wäre der Kaufpreis teurer als normale Haushaltsstrom zu einem Festpreis. Der Hyper2000 kann Tibber- und Awattar-Preissignale direkt verarbeiten.


Wie wird der Zendure Hyper2000 angeschlossen?

Der Hyper2000 hat einen eigenen Wechselrichter und wird über eine Schuko-Steckdose oder Wieland-Steckdose eingespeist. Solarmodule werden direkt an den integrierten MPPT-Regler angeschlossen. Die Installation ist einfach und erfordert keinen Elektriker – eine Anmeldung beim Netzbetreiber und in der Marktstammdatenregister ist aber nötig.


Welche Alternativen gibt es zum Zendure Hyper2000?

Beliebte Alternativen sind die Anker Solarbank, EcoFlow PowerStream oder die Balu Solar BESS-Systeme. Der Hyper2000 hebt sich durch seine Erweiterbarkeit und die Netzladefunktion ab. Wer keine Netzladefünktion benötigt, findet günstigere Optionen mit ähnlicher Basisleistung.


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