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Anker SOLIX Solarbank 4 Pro: 2.500 Watt aus dem Balkonkraftwerk?

  • vor 14 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Ist das überhaupt noch ein Balkonkraftwerk? Die neue Anker SOLIX Solarbank 4 Pro bringt 5 kWh Speicher, bis zu 5.000 Watt Solareingang und – über die richtige Steckdose – bis zu 2.500 Watt ins Hausnetz. Damit verschwimmt die Grenze zwischen Steckersolar und großer PV-Anlage.

Ich habe das System bei mir aufgebaut, die App eingerichtet, das Smart Meter angeschlossen und mehrere Verbraucher durchgetestet – vom Wasserkocher bis zum Elektroauto. In diesem Beitrag erfährst du, was in der Solarbank 4 Pro steckt, wie sie sich im Alltag schlägt und für wen sich die Anschaffung wirklich lohnt.


Anker SOLIX Solarbank 4 Pro im Test

Was steckt in der Anker SOLIX Solarbank 4 Pro?


Im Kern ist die Solarbank 4 Pro ein All-in-One-Gerät: Speicher, Wechselrichter und Energiemanagement in einem Gehäuse. Verbaut sind rund 5 kWh (genauer 5.024 Wh) in sicheren Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in Automotive-Qualität. Anker gibt 10.000 Ladezyklen an – das entspricht je nach Nutzung gut und gerne 15 Jahren.

Auf der Solarseite sitzen vier eigene MPP-Tracker, die jeweils bis zu 1.250 Watt verarbeiten – zusammen bis zu 5.000 Watt PV. So kannst du bis zu 12 Module mit unterschiedlichen Ausrichtungen kombinieren und vom Morgen bis zum Abend Strom ernten.

Der bidirektionale Wechselrichter liefert bis zu 2.500 Watt, ist ab Werk aber auf die in Deutschland erlaubten 800 Watt gedrosselt. Eine integrierte Steckdose gibt selbst bei Stromausfall bis zu 2.500 Watt ab – praktisch als Notstromquelle. Das Gehäuse ist nach IP66 für drinnen und draußen ausgelegt und arbeitet von –20 bis +55 °C.


Aufbau und App-Einrichtung in wenigen Minuten


Die Einrichtung geht erstaunlich flott: Konto in der Anker-App anlegen, Gerät hinzufügen – es wird sofort als „Solarbank 4 E5000 Pro“ erkannt – mit dem WLAN koppeln und das Smart Meter ergänzen.

Nach einem kurzen Firmware-Update steht alles bereit. In der App siehst du sofort eine klare Übersicht: Batterieladung, Solareingang und die Leistung, die gerade ins Haus abgegeben wird. Wer schon einmal ein Balkonkraftwerk in Betrieb genommen hat, kommt hier ohne Handbuch aus.


Smart Meter Gen 2: der wichtigste Baustein


Meine klare Empfehlung: Lass das Smart Meter direkt mitinstallieren. Die zweite Generation misst den Verbrauch auf allen drei Phasen in Echtzeit und gibt nur so viel Leistung ab, wie gerade gebraucht wird.

Dadurch fließt kaum Strom ungenutzt ins öffentliche Netz und du nutzt deutlich mehr deines eigenen Solarstroms. Im Test hat das System auf zugeschaltete Verbraucher in unter 3 Sekunden reagiert – nahezu ohne Netzbezug. Zum Marktstart lag das Smart Meter (Wert rund 99 €) bei Vorbestellung sogar kostenlos bei.


Anker Intelligence und dynamische Stromtarife


Richtig spannend wird die Solarbank 4 Pro durch ihr intelligentes Energiemanagement. „Anker Intelligence“ wertet deinen Verbrauch, Wetterprognosen und die aktuellen Strompreise aus und steuert Laden und Entladen automatisch.

Mit einem dynamischen Stromtarif kannst du den Speicher zu günstigen Zeiten aus dem Netz laden und teure Preisspitzen überbrücken. Große Verbraucher wie ein E-Auto lädst du besser direkt – mit Solarstrom oder günstigem Netzstrom – statt den Umweg über den Speicher zu nehmen. Das System nimmt dir diese Entscheidungen weitgehend ab.


Sicherheit: LFP-Zellen und mehrere Schutzstufen


Neben den ohnehin sicheren LFP-Zellen hat Anker mehrere Schutzstufen eingebaut: keramikbeschichtete Separatoren, Aerogel-Wärmedämmung zur thermischen Trennung der Zellen und ein Druckentlastungsventil.

Besonders praktisch ist das intelligente Batterie-Management-System (BMS), das eine Entladung bis 0 % erlaubt – die vollen 5 kWh stehen also wirklich zur Verfügung. Zusammen mit IP66 und dem weiten Temperaturbereich ist das System auch für den Betrieb im Freien gerüstet.


Leistungstest: Wasserkocher, Heizlüfter – und das E-Auto


Wasserkocher und Heizlüfter mit jeweils rund 2 kW hat das System fast verzögerungsfrei abgedeckt.

Der spannendste Test: Ich habe mein Elektroauto angesteckt – bei 2,41 kW Ladeleistung stellte die Solarbank 2,43 kW bereit, mit nur 30 Watt Netzbezug.

Tagsüber lässt sich damit ein erheblicher Teil der Ladung direkt aus der Sonne decken. Für eine Anlage, die offiziell als Balkonkraftwerk startet, ist das eine beachtliche Hausnummer.


800 oder 2.500 Watt? Schuko- vs. Wieland-Steckdose


Über den normalen Schukostecker dürfen in Deutschland 800 Watt ins Hausnetz eingespeist werden – genehmigungsfrei und schnell in Betrieb. Wer die vollen 2.500 Watt dauerhaft nutzen will, braucht eine fest installierte Wieland-Steckdose auf einem eigenen Stromkreis, gesetzt vom Elektriker.

Wichtig: Melde dein System beim Marktstammdatenregister an. Die 2.500-Watt-Variante gilt nicht mehr als einfaches Balkonkraftwerk, sondern als anmeldepflichtige PV-Anlage.


Anschluss

Leistung ins Hausnetz

Voraussetzung

Einordnung

Schukostecker

bis 800 Watt

Steckdose, genehmigungsfrei

Balkonkraftwerk

Wieland-Steckdose

bis 2.500 Watt

Eigener Stromkreis, Elektriker

Anmeldepflichtige PV-Anlage


Modular erweiterbar: von 5 bis 120 kWh


Die 5 kWh lassen sich über Zusatzakkus (BP5000) auf bis zu 30 kWh erweitern. Für größere Projekte kombiniert die Power Dock bis zu vier Solarbank-Einheiten.

Voll ausgebaut liefert das System dann bis zu 10 kW AC-Ausgangsleistung, nimmt bis zu 20 kW PV auf und speichert bis zu 120 kWh. Praktisch: Vorhandene Speicherblöcke der Solarbank 3 Pro sind kompatibel, der Umstieg bleibt also bezahlbar.


Ausbaustufe

Speicher

Typischer Einsatz

Basis

5 kWh

Einstieg, Grundlast im Haushalt

Mit Zusatzakkus

bis 30 kWh

Hoher Eigenverbrauch, E-Auto

Mit Power Dock

bis 120 kWh

Mehrfamilienhaus, Gewerbe


Was kostet die Solarbank 4 Pro?


Zum Marktstart lag die unverbindliche Preisempfehlung bei rund 1.999 €, mit Aktions- und Vorbestellpreisen ab etwa 1.499 € inklusive Smart Meter Gen 2. Die Preise schwanken je nach Anbieter und Aktion – ein Vergleich lohnt sich.

Ob sich die Investition rechnet, hängt vor allem von deinem Eigenverbrauch ab: Je mehr Solarstrom du selbst nutzt – idealerweise gesteuert über Smart Meter und dynamischen Tarif –, desto schneller amortisiert sich das System.


Datenauswertung in der App


Dank niedriger Startspannung von 16 Volt erzeugt das System schon früh am Morgen Strom. In der App siehst du jeden Energiefluss – Erzeugung, Verbrauch, Ladestand und Netzbezug.

Wer seinen Strompreis hinterlegt, sieht direkt die Einsparung in Euro – und geht bewusster mit dem eigenen Verbrauch um. Genau diese Transparenz macht aus einem reinen Speicher ein echtes Energiemanagement.


Fazit: Für wen lohnt sich die Solarbank 4 Pro?


Die Solarbank 4 Pro ist ideal für alle, die klein starten und später wachsen wollen: Du beginnst mit 800 Watt und 5 kWh und baust bei Bedarf bis zur anmeldepflichtigen PV-Anlage aus.

Interessant ist sie auch für Haushalte mit Leistungsspitzen oder E-Auto und für alle, die Wert auf Notstrom, Outdoor-Tauglichkeit und ein intelligentes Energiemanagement legen. Wer dagegen nur eine kleine Mini-Solaranlage für die Steckdose sucht, ist mit einem einfacheren Set günstiger bedient.


Häufige Fragen (FAQ)


Ist die Solarbank 4 Pro noch ein Balkonkraftwerk?


Im Einstieg ja – mit 800 Watt und Schukostecker. Voll ausgebaut mit Wieland-Steckdose und großer Erweiterung wird daraus eine anmeldepflichtige PV-Anlage.


Kann ich mein E-Auto damit laden?


Ja. Im Test lieferte das System rund 2,4 kW und konnte das Auto nahezu ohne Netzbezug laden – tagsüber lässt sich so ein großer Teil der Ladung aus Solarstrom decken.


Brauche ich das Smart Meter wirklich?


Es ist nicht zwingend, aber sehr empfehlenswert: Es reduziert den Netzbezug deutlich und erhöht den Eigenverbrauch deines Solarstroms.


Kann ich die Solarbank im Freien betreiben?


Ja. Das Gehäuse ist nach IP66 geschützt und für einen Temperaturbereich von –20 bis +55 °C ausgelegt – Aufstellung im Garten oder auf der Terrasse ist also möglich.


Lässt sich der Speicher später erweitern?


Ja. Du startest mit 5 kWh und rüstest über Zusatzakkus auf bis zu 30 kWh auf, mit der Power Dock sind im Verbund sogar bis zu 120 kWh möglich.


Du möchtest die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro selbst nutzen oder die aktuellen Angebote prüfen?


Dann schau dir die Solarbank 4 Pro hier an und informiere dich über Preise, technische Daten und mögliche Aktionen:




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