Balkonkraftwerk mit Speicher: Anker SOLIX Solarbank Dual im Test
- 16. Feb. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Juni
Ein Balkonkraftwerk mit 1.780 Watt und 3,2 kWh Speicher – das klingt nach einer starken Kombination. Ich habe die Anker SOLIX All New Solarbank Dual installiert, in Betrieb genommen und mehrere Wochen lang im Alltag getestet. Was die Anlage wirklich leistet, wie die App funktioniert und ob sich die Investition lohnt, zeige ich dir hier.
Was leistet das Anker SOLIX Balkonkraftwerk mit Speicher?
Die Anker SOLIX All New Solarbank Dual kommt mit einem integrierten 3,2-kWh-Speicher und einer maximalen Einspeisung von 1.780 Watt. Das System lädt tagsüber den Speicher und gibt Strom dann bedarfsgerecht ab – auch nachts oder bei schlechtem Wetter. In meinem Test hat das System zuverlässig funktioniert und die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöht. Der Speicher füllt sich an sonnigen Tagen vollständig und liefert abends noch mehrere Stunden Energie ins Hausnetz.
Wie einfach ist die Installation der Solarbank Dual?
Die Installation habe ich selbst durchgeführt – ohne Elektriker. Das System ist auf Plug-and-Play ausgelegt. Solarmodule anschließen, Balkonkabel einstecken, App einrichten: Das war es im Wesentlichen. Die Module werden über mitgelieferte MC4-Verbinder mit der Solarbank verbunden, die Einspeisung ins Hausnetz erfolgt über einen Schuko-Stecker. Der gesamte Aufbau hat bei mir weniger als zwei Stunden gedauert. Wichtig: Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet werden – das geht über das Marktstammdatenregister online.
Was kann die Anker-App und wie gut funktioniert das Monitoring?
Die Anker-App zeigt Erzeugung, Verbrauch, Ladezustand und Einspeisung in Echtzeit. Meine Erfahrung: Die App ist übersichtlich gestaltet und reagiert schnell. Ich kann den Ausgabemodus einstellen – etwa ob der Speicher bevorzugt nachts entladen wird oder ob ein Mindestladestand erhalten bleibt. Darüber hinaus gibt es eine Verbrauchshistorie und Auswertungen pro Tag, Woche und Monat. Für ein Balkonkraftwerk ist das ein bemerkenswert umfangreiches Monitoring.
Wie viel Strom spare ich mit dem Balkonkraftwerk mit Speicher wirklich?
Mit einem reinen 600-Watt-Balkonkraftwerk ohne Speicher werden hauptsächlich Grundlastverbraucher tagsüber kompensiert. Mit dem 3,2-kWh-Speicher verändert sich das grundlegend: Ich nutze den selbst erzeugten Strom auch abends und nachts. Je nach Wetterlage und persönlichem Verbrauchsprofil lassen sich so 400 bis 800 kWh pro Jahr selbst erzeugen und direkt verbrauchen. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh entspricht das 120 bis 240 Euro Ersparnis jährlich – allein durch das Balkonkraftwerk.
Lohnt sich die Anker SOLIX Solarbank Dual gegenüber einem BKW ohne Speicher?
Ein simples 600-Watt-Balkonkraftwerk kostet heute ab rund 200 Euro. Die Solarbank Dual liegt deutlich darüber. Der Mehrpreis amortisiert sich durch die höhere Eigenverbrauchsquote – aber erst nach mehreren Jahren. Wer tagsüber viel zu Hause ist und ohnehin viel Strom verbraucht, profitiert weniger vom Speicher. Wer abends und nachts viel verbraucht, gewinnt deutlich. Meine Einschätzung: Der Speicher lohnt sich vor allem für Berufstätige, die tagsüber wenig Strom nutzen können.
Technische Daten im Überblick: Anker SOLIX Solarbank Dual
Merkmal | Wert |
Solarleistung | 1.780 Watt |
Speicherkapazität | 3,2 kWh |
Max. Einspeisung | 800 Watt (gesetzliches Limit) |
Anschluss | Schuko (Plug & Play) |
App-Steuerung | Ja, inkl. Echtzeit-Monitoring |
Fazit: Balkonkraftwerk mit Speicher – sinnvolle Investition oder Spielerei?
Die Anker SOLIX Solarbank Dual ist ein ausgereiftes System für alle, die mit einem Balkonkraftwerk möglichst viel Eigenverbrauch erzielen wollen. Installation, App und Performance überzeugen. Der Preisunterschied zu einem einfachen BKW ist spürbar, lässt sich aber durch die deutlich höhere Eigenverbrauchsquote rechtfertigen – besonders für Berufstätige. Wer tagsüber wenig zuhause ist, macht mit einem BKW mit Speicher eindeutig mehr aus seiner Solaranlage.
Wie viel kostet das Anker SOLIX Solarbank Dual System?
Das Komplettsystem mit 1.780 Watt Solarleistung und 3,2 kWh Speicher liegt je nach Angebot zwischen 800 und 1.200 Euro. Dazu kommen ggf. Halterungen für Balkon oder Flachdach.
Muss ich das Balkonkraftwerk anmelden?
Ja, jedes Balkonkraftwerk muss im Marktstammdatenregister (MaStR) angemeldet werden. Das geht online in wenigen Minuten. Eine zusätzliche Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit 2024 nicht mehr verpflichtend, aber empfehlenswert.
Kann ich den Speicher der Solarbank Dual später erweitern?
Der integrierte 3,2-kWh-Speicher kann nicht modular erweitert werden. Wer mehr Kapazität benötigt, müsste auf ein größeres Modell oder eine separate Hausbatterie umsteigen.
Funktioniert das Balkonkraftwerk auch bei schlechtem Wetter?
Ja, auch an bewölkten Tagen erzeugen die Module Strom – allerdings deutlich weniger als bei direkter Sonneneinstrahlung. An grauen Wintertagen produziert die Anlage typischerweise 10 bis 30 Prozent der Nennleistung.





