300 m² Altbau mit PV und Wärmepumpe – Es geht eben DOCH!
- 6. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Kann eine Wärmepumpe einen 300 m² Altbau heizen?
Ja – mit der richtigen Planung und Kombination funktioniert es hervorragend. Eine sechsköpfige Familie hat in ihrem 300 m² Altbau ihre Energiekosten mit PV-Anlage, Speicher, Wallbox und einer 14-kW-Wärmepumpe von SolaX halbiert. Das zeigt: Auch im Bestand ist der Umstieg auf erneuerbare Energien möglich – wenn man es richtig angeht.
Der Altbau ist besonders interessant, weil er alle Vorurteile widerlegt: zu groß, zu wenig gedämmt, zu hohe Vorlauftemperaturen. In der Praxis zeigt sich: Mit durchdachter Systemintegration läuft das Gesamtsystem effizient und wirtschaftlich.
Wie ist das Gesamtsystem im 300 m² Altbau aufgebaut?
Das System besteht aus einer PV-Anlage mit SolaX Wechselrichtern, einem Batteriespeicher, einer Wallbox für das Elektroauto und einer 14-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Trick liegt in der Integration: Die PV-Anlage versorgt tagsags bevorzugt die Wärmepumpe, lädt den Speicher und das E-Auto – in dieser Priorisierung. Strom, der nicht sofort genutzt wird, geht in den Speicher.
Die Wärmepumpe mit 14 kW ist auf den Altbau nach Heizlastberechnung abgestimmt – im sanierten Bestand lag die Heizlast deutlich niedriger als ohne Maßnahmen. Gezielt gedammt wurden Dach und Kellerdecke, die Fenster wurden erneuert. So konnte die Heizlast auf ein für Wärmepumpen geeignetes Niveau gesenkt werden.
Wie viel Strom produziert die PV-Anlage und wie viel verbraucht die Wärmepumpe?
Die PV-Anlage produziert jährlich rund 12.000–14.000 kWh. Die Wärmepumpe benötigt bei einer JAZ von 3,5 für die Heizung und Warmwasserbereitung etwa 5.000–6.000 kWh Strom pro Jahr. Das E-Auto kommt hinzu mit ca. 3.000 kWh. Insgesamt wird durch die Kombination ein Eigenverbrauchsanteil von über 70 % erreicht – ein exzellenter Wert für einen Altbau mit Familie.
Welche Rolle spielt der SolaX Wechselrichter im System?
Der SolaX Wechselrichter übernimmt die Energiesteuerung im Haus: Er koordiniert PV-Ertrag, Speicherladung, Wallbox und kann über eine Schnittstelle auch die Wärmepumpe ansteuern. Die Steuerstrategie lässt sich konfigurieren – etwa „Lade Wärmepumpe nur mit Solarstrom“ oder „Lade Speicher zuerst, dann Wallbox“. Ich halte SolaX für einen der am besten integrierten Wechselrichter am Markt, wenn es um ein komplettes Energieökosystem geht.
Wie hoch sind die tatsächlichen Energiekosteneinsparungen?
Die Familie hat ihre jährlichen Energiekosten halbiert. Vor der Umrüstung waren es rund 6.000–7.000 Euro pro Jahr für Heizöl und Strom. Nach der Umrüstung liegen die Kosten bei rund 3.000–3.500 Euro – inklusive Strom für das E-Auto. Die Amortisationszeit des Gesamtsystems liegt bei 10–12 Jahren, dannach spart die Familie dauerhaft.
Was sind die Lehren aus diesem Altbau-Projekt?
Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Projekt für alle, die ähnliches planen:
Erstens: Sanierung vor Energiewende. Zuerst Heizlast senken (Dach, Fenster, Keller), dann die Wärmepumpe kaufen – in dieser Reihenfolge. Zweitens: Systemintegration statt Einzelkomponenten. Wechselrichter, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox sollten kommunizieren können. Drittens: Heizkörper sind kein KO-Kriterium. Wer Heizkörper hat, kann diese oft durch größere Modelle ersetzen, um niedrigere Vorlauftemperaturen zu ermöglichen – ohne komplett auf Fußbodenheizung umzubauen.
Fazit: Altbau und Wärmepumpe – kein Widerspruch
Dieses Projekt widerlegt alle Vorurteile. Ein 300 m² Altbau kann mit Wärmepumpe und PV effizient und wirtschaftlich betrieben werden. Der Schlüssel liegt in der richtigen Planung, schrittweiser Sanierung und konsequenter Systemintegration. Wer jetzt plant, sollte sich von diesem Beispiel ermutigen lassen.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe im Altbau
Muss ich für eine Wärmepumpe im Altbau komplett sanieren?
Nein – aber eine Teilsanierung (z.B. Dach und Kellerdecke) verbessert die Wirtschaftlichkeit erheblich und ermöglicht eine kleinere, effizientere Wärmepumpe.
Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpe und PV im Altbau?
Die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) fördert Wärmepumpen mit bis zu 70 % der Kosten (Basis 30 % + Klimabonus 20 % + Einkommensbonus 30 %). PV-Anlagen werden über die Einspeisevergütung gefördert. Die Kombination ist steuerlich und förderrechtlich besonders attraktiv.
Wie lange dauert der Rückbau der alten Heizung und die Installation?
Ein typisches Projekt dauert 3–5 Tage für die reine Installation. Durch den Fachkräftemangel können Wartezeiten von 4–12 Monaten entstehen – frühzeitig planen und anfragen!

