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Heizung im Altbau kaputt: Wärmepumpe oder Splitklima? Holger Laudeley rät

  • 30. Apr. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Meine Heizung im Altbau ist kaputt. Was nun: Wärmepumpe oder doch lieber eine Kombination aus Splitklima und Gasheizung? Ich habe Holger Laudeley mit genau dieser Frage konfrontiert – und seine Antwort war überraschend nuanciert.


Wärmepumpe oder Splitklima im Altbau: Holger Laudeley im Interview


Heizung in meinem Altbau kaputt! Wärmepumpe oder Splitklima?! Was sagt Holger Laudeley?


Was empfiehlt Holger Laudeley beim Heizungstausch im Altbau?

Holger Laudeley ist klar in seiner Meinung: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die zukunftssicherste Lösung – auch im Altbau. Allerdings gibt es Fälle, in denen eine Splitklima-Kombination kurzfristig sinnvoller ist: Nämlich dann, wenn der Altbau sehr schlecht gedämmt ist und eine Sanierung noch aussteht. Seine Empfehlung für mich: Heizlast berechnen lassen, dann entscheiden.


Ist eine Splitklima eine echte Alternative zur Wärmepumpe?

Eine Splitklima ist technisch gesehen eine Luft-Luft-Wärmepumpe – sie heizt und kühlt, aber überträgt die Wärme nur per Luft in den Raum, nicht über Wasser ins Heizsystem. Für Altbauten mit Heizkörpern ist sie daher keine vollständige Heizungsersatz-Lösung. Sie kann als Ergänzung – z.B. für das Wohnzimmer – sinnvoll sein. Holger hat mich darauf hingewiesen, dass eine Splitklima als temporäre Lösung in Kombination mit der alten Gasheizung möglich ist, solange diese noch funktioniert.


Welche Kosten entstehen bei einem Heizungstausch auf Wärmepumpe?

Die Investitionskosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau inklusive Installation liegen zwischen 15.000 und 30.000 Euro – je nach Leistungsklasse und Aufwand. Mit BEG-Förderung (bis 70 %) sinken die Eigenkosten deutlich. Eine Splitklima-Lösung für einzelne Räume kostet 1.500 bis 4.000 Euro pro Gerät. Ich habe für mich entschieden, den Weg der Luft-Wasser-Wärmepumpe zu gehen – wegen der langfristigen Förderung und Zukunftssicherheit.


Was ist der Unterschied zwischen Luft-Luft- und Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Holger erklärt es klar: Die Luft-Luft-Wärmepumpe (= Splitklima) gibt Wärme direkt über Luft ab. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe überträgt die Wärme übers Heizwasser und versorgt so Heizkörper, Fußbodenheizung und Warmwasser. Für ein bestehendes Heizsystem im Haus ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die richtige Wahl. Die Splitklima ist dagegen eine raumweise Lösung.


Welche Förderungen gibt es für den Heizungstausch?

Die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) bietet beim Austausch einer fossil betriebenen Heizung gegen eine Wärmepumpe aktuell bis zu 70 % Zuschuss auf die Investitionskosten. Voraussetzung: Antrag vor Beauftragung stellen, zertifizierter Energieberater einbinden. Ich empfehle, diesen Schritt nicht zu überspringen – die Förderung macht den Unterschied zwischen Wirtschaftlichkeit und zu hohem Eigenanteil.


Wärmepumpe vs. Splitklima: Der direkte Vergleich

Kriterium

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Splitklima

Heizkreis

Wasserbasiert (Heizkörper, FBH)

Luftbasiert (pro Raum)

Kosten Installation

15.000–30.000 €

1.500–4.000 € / Gerät

Förderfähig

Ja (bis 70 % BEG)

Begrenzt


Fazit: Was ich mir nach dem Gespräch mit Holger Laudeley vorgenommen habe

Holger Laudeley hat mich überzeugt: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die richtige Wahl für meinen Altbau – mit der richtigen Auslegung und Förderung. Die Splitklima bleibt als ergänzende Kühl- und Heizlösung für einzelne Räume interessant. Mein Plan: Zuerst Heizlast berechnen, Förderantrag stellen, dann Angebote für die Wärmepumpe einholen.


FAQ: Wärmepumpe oder Splitklima im Altbau

Kann eine Splitklima eine Heizung vollständig ersetzen?

Nur in gut gedämmten, kleinen Gebäuden oder als raumweise Lösung. In einem Altbau mit mehreren Räumen und Heizkörpern ist sie kein vollständiger Ersatz.

Wie lange dauert der Einbau einer Wärmepumpe?

Typischerweise 2–5 Tage für Installation und Inbetriebnahme. Hinzu kommen Lieferzeiten für das Gerät, die aktuell mehrere Wochen bis Monate betragen können.

Muss ich mein Haus vor der Wärmepumpe dämmen?

Nein – aber eine bessere Dämmung erhöht die Effizienz erheblich. Mit Hochtemperatur-Wärmepumpe ist auch der unsanierte Altbau möglich, wenn auch mit etwas höherem Stromverbrauch.

Kann ich eine Wärmepumpe selbst einbauen?

Nein – die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe erfordert zugelassene Fachbetriebe für Heizung und Kältetechnik. Auch für den Förderantrag ist ein Fachbetrieb notwendig.


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