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Wärmepumpe im Altbau: Luft-Wasser-Wärmepumpe versus Splitklima – meine Erfahrungen

  • 3. Nov. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Ist eine Splitklimaanlage wirklich eine sinnvolle Heizlösung für den Altbau – oder ist die klassische Luft-Wasser-Wärmepumpe die bessere Wahl? Ich habe selbst eine Splitklimalanlage in unserem Altbau betrieben und teile meine persönlichen Erfahrungen. Spoiler: Die Entscheidung ist weniger eindeutig, als ich anfangs dachte.


Wärmepumpe im Altbau: Luft-Wasser-Wärmepumpe besser als Splitklima?


Wie funktioniert eine Splitklimaanlage als Heizlösung im Altbau?

Eine Splitklimaanlage besteht aus einem Außengerät und einem oder mehreren Innengeräten. Im Heizbetrieb entzieht das Außengerät der Außenluft Wärme und gibt sie über das Innengerät direkt an den Raum ab. Technisch funktioniert das ähnlich wie eine Wärmepumpe und erreicht gute Wirkungsgrade (COP-Werte von 2,5 bis 4 im Heizbetrieb). Ich habe unser Splitklimagerät gezielt in Verbindung mit meiner PV-Anlage und Speicher eingesetzt, um zu prüfen, ob das eine echte Alternative zur zentralen Heizung ist. Das Ergebnis war interessant – mit klaren Grenzen.


Welche Vor- und Nachteile hat die Splitklima als Heizung gegenüber der Wärmepumpe?

Vorteile der Splitklima: geringere Anschaffungskosten, einfachere Installation ohne große Hydraulik, kühlt im Sommer zusätzlich und heizt im Winter gleichzeitig. Nachteile aus meiner Erfahrung: Die Wärmeverteilung ist ungleichmäßig, da die Luft aktiv geblasen wird. Im Altbau mit vielen separaten Räumen müssen mehrere Geräte verbaut werden, was die Kosten schnell steigen lässt. Außerdem ist die Warmwasserbereitung nicht integriert – das muss separat gelöst werden. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Heizkrper- oder Fußbodenheizung liefert hier eine vollständigere Heizlösung für das gesamte Haus.


Wie effizient ist eine Splitklima im Winter kombiniert mit einer PV-Anlage?

Gerade im Herbst und bei milden Wintertemperaturen läuft die Splitklima sehr effizient. Mit meiner PV-Anlage und dem 23-kWh-Speicher konnte ich in dieser Phase viel selbst erzeugten Strom für die Heizung nutzen. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen unter minus 5 Grad Celsius sinkt die Effizienz jedoch spürbar. Hier zeigt sich, dass eine vollwertige Luft-Wasser-Wärmepumpe mit größerem Außengerät und Heizsystem besser für den Ganzjahresbetrieb ausgelegt ist. Die Splitklima ist für mich eher eine Übergangslösung gewesen, die ich durch die Wärmepumpe ersetzt habe.


Wann ist eine Splitklima eine sinnvolle Heizlösung für den Altbau?

Eine Splitklima macht dann Sinn, wenn man für wenig Investition einzelne Räume beheizen und gleichzeitig kühlen möchte, wenn bereits ein anderes Heizsystem als Grundlage vorhanden ist (zum Beispiel eine Gastherme als Backup für sehr kalte Tage) oder wenn man die Warmwasserbereitung separat gesichert hat. Sie eignet sich auch gut als Ergänzungssystem oder Überwinterungslösung während des Umbaus auf eine Vollheizung. Für den vollständigen Heizungsersatz im Altbau empfehle ich auf Basis meiner Erfahrung die Luft-Wasser-Wärmepumpe.


Warum habe ich mich letztendlich für die Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden?

Nach meinen Erfahrungen mit der Splitklima war die Entscheidung für die Luft-Wasser-Wärmepumpe für mich klar: Sie versorgt das gesamte Haus über die vorhandenen Heizkörper, bereitet Warmwasser und läuft auch im Winter zuverlässig. Die Investition ist höher, aber die Lösung ist vollständiger. Kombiniert mit meiner PV-Anlage und dem Stromspeicher ergibt sich ein sehr niedriger Energiebedarf aus dem Netz. Die Splitklima läuft bei mir jetzt noch als zusätzliche Kühl- und Heizmöglichkeit für einzelne Räume weiter – als Ergänzung, nicht als Ersatz.


Splitklima vs. Luft-Wasser-Wärmepumpe im direkten Vergleich:


Kriterium

Splitklima

Luft-Wasser-WP

Anschaffungskosten

Niedrig (1.000–3.000 €/Gerät)

Höher (10.000–20.000 €)

Warmwasserbereitung

Nicht integriert

Integriert möglich

Kühlen im Sommer

Ja, einfach

Nur mit passivem Kühlen / Zusatz

Gesamthaus-Heizung

Nur mit vielen Geräten

Komplett via Heiznetz


Die Splitklima ist keine schlechte Lösung – aber im Altbau als vollständige Heizung oft zu begrenzt. Meine Erfahrung zeigt: Als Übergangslösung oder Ergänzung funktioniert sie gut. Als vollständiger Heizungsersatz ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe klar überlegen, besonders in Kombination mit PV-Anlage und Stromspeicher.


Kann ich eine Splitklima mit meiner PV-Anlage kombinieren?

Ja, das funktioniert sehr gut. Eine Splitklima ist ein elektrischer Verbraucher wie jeder andere und lässt sich mit Überschusssteuerung gut in das PV-Energiemanagement einbinden. Besonders im Frühjahr und Herbst decke ich damit einen großen Teil des Heizbedarfs mit Solarstrom ab.


Welche COP-Werte erreicht eine Splitklima im Heizbetrieb?

Bei milden Außentemperaturen um 7 Grad Celsius erreichen gute Splitklimageräte COP-Werte von 3 bis 4. Das bedeutet: Pro eingesetzter Kilowattstunde Strom werden 3 bis 4 kWh Wärme erzeugt. Bei sehr tiefen Temperaturen sinkt der COP auf 1,5 bis 2,5.


Brauche ich für eine Splitklima eine Genehmigung?

Das hängt von der Gemeinde und dem Bundesland ab. Kleinere Geräte sind häufig genehmigungsfrei, wenn sie bestimmte Lärmwerte einhalten. Vor der Installation sollte man trotzdem beim zuständigen Bauamt anfragen und die Gältigkeit in der Wärmeschutzverordnung prüfen.


Was kostet eine Splitklima im Vergleich zur Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Ein Splitgerät inkl. Montage kostet typischerweise 1.000 bis 3.000 Euro. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit hydraulischer Einbindung und Installation liegt zwischen 10.000 und 20.000 Euro oder mehr. Die Luft-Wasser-WP ist teurer, liefert aber eine vollständige Heizlösung für das gesamte Haus inklusive Warmwasser.


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